Samenkugeln selbermachen macht Spaß

Seedballs selber machen

Samenkugeln selbermachen macht Spaß

Foto: Christine Schonschek – DIY Seedballs

Mal ehrlich, wir hier sind doch alle ein wenig Blumenkinder, oder? Ich meine alles was grünt oder blüht beziehungsweise damit zu tun hat, zieht uns magisch an. Auf der Internationalen Pflanzenmesse (IPM) kürzlich in Essen habe ich eine Samenkugel geschenkt bekommen und mich sehr darüber gefreut. Da habe ich mir gedacht, das ist eigentlich auch wieder so ein kleines Präsent, das ich leicht selber machen kann, um Anderen oder auch mir selber damit eine Freude zu machen. Selbstverständlich habe ich es gleich selber ausprobiert und das Ergebnis gefällt mir recht gut. Es hat ein wenig was von Schokopralinen, nur machen die zum Glück nicht dick 😉

Neben der etwas anderen Form Saatgut zu verschenken, haben Seedballs auch praktische Vorteile. Zum einen sollen die Erde und damit die Saat nicht so schnell austrocknen. Zum anderen sind die Samenkörner besser geschützt vor Vogelfraß und können nicht so leicht vom Wind verweht werden.

 

Samenbomben selber machen

Foto: Christine Schonschek – Mögliche Zutaten für Seedballs Marke Eigenbau

 

Alles was man dazu braucht ist folgendes

  • 1 Teil Samen (z.B. Blumensamen, es gehen aber auch Kräutersamen). Am besten kein zu altes Saatgut verwenden, wegen der Keimfähigkeit.
  • 4 Teile Erde (am besten Anzuchterde wie z.B. Romberg Bollermix)
  • 4 Teile Lehmpulver (das gibt es z.B. beim Terrarienbedarf im Zoohandel oder beim Ökobaustoffhändler) Ich habe der Einfachheit halber Heilerde verwendet. Denn die hatte ich gerade zur Hand, weil davon noch etwas in der Hausapotheke war.
  • max. 1 Teil Wasser (hier bitte wirklich sparsam sein, weil sonst der Keimprozess direkt in Gang gebracht wird)
  • Schüssel oder Schale zum Matschen und ein Kuchengitter oder ähnliches zum Trocknen

Alles Weitere ist leicht erklärt. Alle Zutaten sehr gut miteinander mischen bis ein homogener Teig entstanden ist. Daraus kleine Kugeln formen, die etwa so groß wie Pralinen sind. Wer mag kann sie natürlich gleich noch im feuchten Zustand in den Garten bringen. Alternativ können sie an einem warmen trockenen Platz zum Trockenen hingelegt werden. Am besten auf ein Kuchengitter legen, damit sie rasch und gleichmäßig trocknen können.

Für selbst gemachte Seedballs werden Samen, Erde, Lehmpulver und Wasser benötigt

Foto: Christine Schonschek – Alle Zutaten zusammenfügen…

Bei der Herstellung eigener Samenkugeln ist Matschen erlaubt

Foto: Christine Schonschek – …und gut vermengen, die Maße sollte nicht zu feucht sein

Pralinengroß sollten die selbst gemachten Seedballs werden

Foto: Christine Schonschek – Pralinengroße Kugeln formen

Die getrockneten Seedballs einzeln in kleine Tütchen packen und mit einem Etikett versehen auf dem erklärt wird, was drin ist und wie es gemacht wird. Hier mein Text zum herauskopieren und ggf. anpassen:

Mach die Welt um Dich herum ein wenig bunter mit dieser selbstgemachten Samenkugel.

Sie enthält: Ringelblumensamen, Anzuchterde, Heilerde und Wasser

Alles was Du tun musst ist folgendes

Steck die Samenkugel maximal zur Hälfte an einen sonnigen wildkrautfreien Platz

Gieße regelmäßig und schon bald wird die Saat aufgehen.

 

Viel Spaß beim Matschen und Verschenken!

DIY Samenkugeln am besten auf einem Kuchengitter trocknen

Foto: Christine Schonschek – Zum Trocknen die DIY Samenkugeln an einen trockenen warmen Platz

DIY Seedballs Vorschlag für Verpackung

Foto: Christine Schonschek – Fertig verpackt, DIY Seedballs

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