5 Tipps, die eure Orchideen wieder zum Blühen bringen!

Ging euch das auch schon mal so? Ihr habt eine Orchidee geschenkt bekommen, euch liebevoll um sie gekümmert, sie gehegt und gepflegt und euch an ihren Blüten erfreut. Doch eines Tages findet ihr die erste Blüte leblos auf dem Fensterbrett. Und ehe ihr euch verseht sind plötzlich alle Blüten abgeworfen. Der Blütentrieb verfärbt sich braun und wird ganz trocken. „Das war´s dann wohl, die ist hinüber“ – schießt es einem durch den Kopf. Und oft wandern verblühte Orchideen dann wirklich in die Biotonne.

Orchideen wieder zum Blühen bringen – das kann jeder! :-)

Dabei ist das in den seltensten Fällen nötig. Ich wage sogar zu behaupten, dass so gut wie jeder seine Orchidee wieder zum Blühen kriegen kann. Man muss nicht mal viel dafür tun, sondern nur ein paar kleine Tipps befolgen. Und um die dreht sich der heutige Blogbeitrag. Die Tipps beziehen sich vor allem auf Orchideen der Gattung Phalaenopsis, das sind die Schmetterlingsorchideen, die es überall zu kaufen gibt. Vieles stimmt ebenfalls für andere Gattungen, manches unterscheidet sich aber auch. Deshalb testet es am besten erst einmal mit einer Phalaenopsis. Und berichtet zu gegebener Zeit gerne hier oder auf meiner Orchideenfans-Seite, ob ihr erfolgreich wart!

Tipp 1: Orchideen benötigen viel Licht – aber keine direkte Mittagssonne

Orchideen, insbesondere die der Gattung Phalaenopsis, benötigen ganzjährig viel Licht. Gut geeignet sind Ost-, Süd- und Westfenster. Nordfenster sind vor allem im lichtarmen Winter zu dunkel. Zwischen etwa März bis Oktober vertragen die Orchideen keine direkte Mittagssonne. Denn die Blätter bekommen leicht Sonnenbrand. Morgen- oder Abendsonne wird von den meisten Arten gut vertragen. Werden die Blätter heller oder gelblich, kann das ein Anzeichen für zu viel Sonne sein. Man kann die Orchidee auch zwei Mal im Jahr umstellen, das macht ihr in der Regel nichts. Wer also für den Winter ein Südfenster und für die sonnenreiche Frühlings- und Sommerzeit ein Ostfenster zu bieten hat, der kann es für die Orchidee ideal gestalten.

Tipp 2: Orchideen mögen es warm – am liebsten bei mindestens 60 % Luftfeuchtigkeit

Ein zweiter wichtiger Punkt für die erneute Blüte ist die Temperatur. Phalaenopsis mögen es warm. Die Raumtemperatur sollte deshalb ganzjährig nicht unter 18°C und bestenfalls deutlich darüber liegen. Bei sehr blühfaulen Exemplaren kann es helfen, sie für mehrere Wochen in einen kühleren, 16 bis 18°C warmen Raum zu stellen. Das regt sie dann zur Blüte an. In den meisten Fällen sollte es aber auch ohne diesen „Kälteschock“ funktionieren. Neben der Wärme ist eine relative Luftfeuchte von 60 % und mehr im Raum ideal – übrigens auch für uns Menschen. Sollte man Probleme mit einer zu niedrigen Luftfeuchte haben – das kommt häufig in den Wintermonaten vor, wenn die Heizung eingeschaltet wird – können Fensterbankschalen eine Lösung sein. Die mit Wasser gefüllten Schalen geben lokal Feuchtigkeit an die Luft ab. Die auf ihnen stehenden Orchideen fühlen sich in diesem feuchteren Mikroklima viel wohler und blühen lieber als bei trockener Luft. Apropos Feuchte, das Wässern ist auch ein wichtiger Punkt für die erneute Blüte.

Tipp 3: Orchideen mögen keine nassen Füße

Auch wenn sie eine hohe Luftfeuchte lieben, mögen tropische Orchideen wie die Phalaenopsis nicht dauerhaft mit ihren Wurzeln im Wasser stehen. In der freien Natur sind sie nämlich Luftwurzler. Sie krallen sich mit ihren nackten Wurzeln an Baumstämmen und anderen Unterlagen fest. Kommt ein Regenschauer, saugen sich die Wurzeln mit Wasser voll. Das überflüssige Wasser läuft genau so schnell wieder ab, wie es gekommen ist. Die Wurzeln stehen also nie für längere Zeit im Wasser. Und genau so sollte man es zuhause auch nachahmen. Es gibt viele Methoden der Wässerung, beispielswese Besprühen, Tauchen oder Abbrausen. Bei allen Methoden ist es wichtig darauf zu achten, dass am Ende kein Wasser im Übertopf zurück bleibt. Auch in der Mitte der Pflanze, dem Herz, sollte kein Wasser mehr stehen, das kann sonst zu Herzfäule führen. Am besten erkennt man, ob eine Orchidee Wasser braucht, indem man ihren Topf einmal kurz anhebt. Ist er sehr leicht, sollte man ihr Wasser geben. Als einfache Faustregel gilt: im Sommer braucht die Phalaenopsis häufiger Wasser, im Winter deutlich seltener. Pauschal kann man nicht sagen, wie oft man Wässern sollte, da jeder Raum und jede Fensterbank unterschiedlich ist. Das muss also jeder für sich und seine Orchideen individuell heraus finden. Meine Phalaenopsis bekommen zum Beispiel momentan im Frühsommer etwa alle 10-14 Tage Wasser. Im Winter können sie es auch gut 21 Tage bis zur nächsten Wässerung aushalten. Meine bevorzugte Methode ist das Tauchbad: ich gieße den Übertopf ca. 3/4 mit Wasser voll, lasse es etwa eine halbe Stunde dort drin und gieße es dann wieder ab.

Tipp 4: Die Orchideen düngen und in frisches Substrat umtopfen

Wenn ihr dem Gießwasser von Zeit zu Zeit Orchideendünger zufügt, freut sich die Orchidee über die Nährstoffe, die sie zum Wachsen und Blühen braucht. Orchideendünger ist besonders gering dosiert, da Orchideen meist sehr salzempfindlich sind. Die Wurzeln können durch normalen Dünger geschädigt werden. Bei sehr hartem Wasser sollte man den Dünger zusätzlich noch niedriger dosieren als auf der Verpackung angegeben. Ab und an sollte man auch ohne Dünger wässern, damit das Substrat einmal mit klarem Wasser durchgespült und von alten Düngerresten befreit wird. Wie beim Wässern gilt auch beim Düngen: im Sommer häufiger, im Winter seltener oder nur ganz gering dosiert düngen. Das Substrat, in dem die Pflanze sitzt, sollte ca. alle 2-3 Jahre gegen frisches Orchideensubstrat ausgetauscht werden. Denn es zersetzt sich mit der Zeit und lässt nach und nach nicht mehr genug Luft zu den Wurzeln durch. Ausserdem reichern sich im Substrat Salze an. Einen größeren Topf braucht die Orchidee nur, wenn die Wurzeln nicht mehr in den alten Topf hinein passen. Wählt man einen zu großen Topf, kann das Substrat nicht mehr schnell genug abtrocknen, was wiederum zum Absterben der Wurzeln führen kann. Also lieber ein zu kleiner Topf als ein zu großer!

Tipp 5: Warnzeichen der Orchideen frühzeitig erkennen

Werden die Blätter der Orchidee runzlig, so kann das zwar auch ein Anzeichen für zu wenig Wasser sein. Viel öfter ist es jedoch ein Zeichen für zu viel Wasser. Denn wenn alle Wurzeln abgestorben sind kann die Orchidee kein Wasser mehr aufnehmen. Sie geht dann trotz regelmäßiger Wassergaben ein. Phalaenopsis-Wurzeln müssen prall und grün sein. Sind sie braun und matschig, so sind sie abgestorben und können entfernt werden. Beim Umtopfen sollte man wenn möglich immer alle abgestorbenen Wurzeln entfernen. Zu hartes Wasser kann die Wurzeln schädigen. Erfahrungsgemäß sind die „Baumarkt-Hybriden“ aber recht unempfindlich, was die Wasserhärte angeht. Wer sicher gehen will mischt sein Leitungswasser mit destilliertem Wasser oder filtert es mit einem Wasserfilter. Dadurch kann die Härte deutlich reduziert werden. Wenn man runzlige Blätter entdeckt, sollte man gleich prüfen, ob die Wurzeln in Ordnung aussehen oder ob zu viel oder zu wenig gewässert wurde. Wenn man sein Gießverhalten dann anpasst erholen sich die Orchideen meist schnell wieder. Werden nur die unteren Blätter einer Phalaenopsis gelb und trocken, ist das meist kein Grund zur Sorge. Die Orchidee altert eben auch. Sie bildet dann meist innerhalb kürzester Zeit ein neues Herzblatt. Einen Blogbeitrag speziell zum Thema abgeworfene Knospen findet ihr hier.

Das waren meine 5 Tipps für Euch in Sachen „Orchideen wieder zum Blühen kriegen“. Probiert es einfach mal aus und sagt Bescheid, ob es geklappt hat! Viel Erfolg wünsch´ ich Euch! Eure Jessica

Zum Abschluss: 5 interessante Fakten zur Phalaenopsis-Orchidee und ihren Blütentrieben:

  1. Die Hauptblütezeit beginnt bei den Phalaenopsis im Winter.
  2. Vom ersten sichtbar werden eines neuen Blütentriebs bis zur ersten offenen Blüte vergehen in der Regel etwa 3 Monate.
  3. Je älter die Orchidee wird, desto höher ist die Chance, dass sie mehrere Blütentriebe gleichzeitig bildet.
  4. Die Phalaenopsis kann auch aus einem alten Blütentrieb neu austreiben und Seitentriebe oder Kindel, also kleine Ableger, bilden. Solange der Blütentrieb noch grün ist ist das jederzeit möglich. Deshalb solltet ihr einen abgeblühten Blütentrieb erst dann abschneiden, wenn er braun und trocken geworden ist.
  5. Blütentrieb und Wurzel sehen sich, wenn sie gerade aus dem Stamm kommen, bei der Phalaenopsis sehr ähnlich. Sie zu unterscheiden fällt mitunter schwer. Eine kleine Hilfestellung: Ihr erkennt einen Blütentrieb daran, dass er vorne spitzer ist. Meist wächst er zudem sehr bald nach oben in Richtung Sonne. Eine Wurzel dagegen ist vorne rundlich und neigt sich oft bald nach unten in Richtung Substrat.

27 Kommentare zu “5 Tipps, die eure Orchideen wieder zum Blühen bringen!

  1. Moin Moin Jessica,
    gleich Vorab, meine Webseite hat noch nichts mit Orchideen zu tun – sondern mit Parfüm.
    Aber wenn mein Experiment ala Orchideen gelingt, kommen die Bilder dort mit auf eine separate Seite.
    Kurze Vorstellung: war 19 Jahre Fastinsulanerin- bin auf Usedom vor 62 Jahren geboren – habe anschließend 19 Jahre in Wolgast – dem Tor zur Insel – gewohnt & bin anschließend bis jetzt zur Thüringerin geworden im Herzen aber immer noch Fischkopp.
    Aber nun zum Thema Orchideen:
    Bis zum vorigen Jahr konnte ich mit Orchideen nicht viel anfangen. Habe zwar viele geschenkt bekommen, sehen & sahen auch sehr schön aus. Sie sind mir aber wegen des Pflegeaufwandes, den ich nicht leisten konnte,da Zeitmangel, meist eingegangen.
    Jetzt habe ich Zeit & mit Hilfe meines Mannes haben wir ein Experiment gewagt.
    Ich kam auf die Idee einen Baumstamm mit Phalaenopsen zu bepflanzen. Mein Mann besorgte den Stamm – dieser wurde mehrmals mit heißem Wasser überbrüht & dann 14 Tage getrocknet. In der Zeit habe ich gegoogelt was die Zeit hergab. Wir haben also folgendes bewerkstelligt.
    1. auf Omas alter Singernähmaschine wurde eine Küchenplatte gelegt, darauf die große Unterschale einer neuen Katzentiolette gestellt L 48cm- B 40cm + H 12cm.
    Dort hinein kam eine Schicht von 6 cm Seramis + darüber 3 cm das handelsübliche Orchideensubstrat. Das Ganze wurde so weit gewässert, das nun das Seramis die Feuchtigkeit durch das Substrat an die Luft abgibt.
    2. Der Stamm wurde auf die Ränder der Schale gelegt, mit Stammstücken auf der Küchenplatte befestigt + zusätzlich mit Angelsehne an der Decke befestigt.
    3. frisches Moos wurde auf dem Stamm + darauf die Orchideen, mit dem Blattherz nach oben, mit Bindedraht befestigt.
    4. neben der Schale steht noch ein Aquariumglas, deren Boden auf die gleiche Weise bestückt wurde was Seramis + Substrat betrifft.
    5. in der Schale + dem Glas stehen Orchideen nur mit der Wurzel auf dem Substrat. In beiden Gefäßen steht auch noch je eine halbe echte Kokosschale mit Regenwasser zum Verdunsten.
    6. täglich wird bis zu 3x feiner zimmerwarmer Regenwassernebel versprüht – die Wurzeln direkt werden auch besprüht sowie auch das Moos.
    7. Das Ganze steht vor einem großen Südfenster – extra Pflanzenleuchte von oben – an der Heizung.
    Auf der gesamten Heizung stehen 4 Terracotta Schalen die täglich mindestens 1x aufgefüllt werden.
    Die Nähmaschine schließt direkt mit den Wasserschalen ab. Die meiste Heizungsluft fließt also unter der Nähmaschine durch + steigt erst dann nach oben.

    Trotz all dieser Maßnahmen welken einige Wurzeln + dadurch fangen die Pflanzen an zu rutschen.
    Trotzdem bekommen diese Pflanzen neue Blätter auch an Blütenzweigen (ohne Blüten) + Ansätze für Blatter oder Knospen. Kann ich nicht unterscheiden.
    Jetzt habe ich Sphagnum bestellt & meine alten Strumpfhosen ausgekramt (auch ein Tipp aus dem www.) + werde die Pflanzen damit umwickeln + befestigen.
    Nun meine Fragen:
    Habe ich bisher auch was richtig gemacht + was mir wichtig ist soll ich die Pflanzen nach unten – mit der Wurzel also nach oben – anbinden?

    Tut mir leid, dass es so viel geworden ist mit dem Erklären.
    Ich danke Ihnen im Voraus für eine Antwort +
    verbleibe mit freundlichen Grüßen
    Monika Jürgens – Winefeld aus Gera/Thüringen

    • Hallo Monika, vielen Dank für deinen tollen Kommentar und ein dickes sorry, dass er mir bis heute durch die Lappen gegangen ist. Das hört sich eigentlich alles sehr gut an. Hat sich die Situation mit den Wurzeln mittlerweile gebessert? Viele Grüße Jessica

  2. Halloooo,
    meine Orchideen haben alle Blüten verlorenAber mein schuld, ich hab sie übergossen, was muss ich jetzt tuen?

    • Hallo Monika, vielen Dank für deinen tollen Kommentar und ein dickes sorry, dass er mir bis heute durch die Lappen gegangen ist. Das hört sich eigentlich alles sehr gut an. Hat sich die Situation mit den Wurzeln mittlerweile gebessert? Viele Grüße Jessica

    • Hallo Serpil, am besten sofort austopfen, matschige Wurzeln wegschneiden und den Rest in frisches Orchideensubstrat setzen. Dann erst wieder Wasser geben wenn der Topf wirklich ganz leicht ist und vor allem darauf achten, dass die Wurzeln nie längere Zeit im Wasser stehen. Wenn bisher nur die Blüten abgefallen sind bin ich guter Dinge. Viele Grüße Jessica

  3. Hallo liebe Jessica :),
    Ich habe Zuhause insgesamt 5 orchideen Zuhause auf meiner Fensterbank. Es scheint ihnen dort zu gefallen da ich mich jedes Jahr über schöne Blüten freuen darf :). Leider habe ich auch eine blühfaule orchidee :(. Sie blüht schon seit gut drei Jahren nicht mehr. Sie hat in dieser Zeit viele Neue Blätter gebildet und von den Wurzeln her schaut Sie auch gut aus. Hab nun auch gesehen dass ein Blütenstängel wächst und habe mich mega gefreut. Aber dieser Stängel wächst nicht mehr weiter, seit einem jahr! Ich weiß nicht mehr was ich noch machen soll. LG

    • Hallo Melanie, vielen Dank für deinen Kommentar. Solche blühfaulen Exemplare gibt es immer wieder. Da alle anderen Orchideen bei dir gut wachsen würde ich nicht davon ausgehen, dass du etwas falsch machst. Du könntest versuchen, die Orchidee für ein paar Wochen an einen etwas kühleren Standort (etwa 16-18 Grad Celsius) zu stellen, an dem sie trotzdem ausreichend Licht bekommt. Es ist doch eine Phalaenopsis, oder? Zusätzlich könntest du versuchen, einen Dünger zu verwenden, der speziell auf die Phase der Blüte abgestimmt ist. Generell sollten Orchideen auch etwa alle zwei Jahre umgetopft werden. Manchmal kann auch das die Pflanzen zur Blüte anregen. Halte mich gerne auf dem Laufenden. Viel Erfolg und liebe Grüße. Jessica

      • Danke für deine Rückmeldung :-).

        Ja es handelt sich hier um eine Phalaenopsis. Ich habe die Orchidee bereits schon in den letzten 3 Jahren zweimal umgetopft. Das letzte mal ist vielleicht ca. 3-4 Monate her aber es tut sich trotzdem nichts. Man sieht den Blütenstängel den kleinen Stupfel aber es tut sich nichts mehr. Bei meiner Mutter gedeihen die Orchideen richtig. Deshalb habe ich diese hier mal meiner Mutter gegeben und bei Ihr auf die Fensterbank gestellt um zu sehen was sich da tut. Bei Ihr kommt mehr Licht ans Fenster. Wenn das auch nichts nützt werde ich, wie von dir bereits geschrieben, die Orchidee mal kühler stellen.
        Ich werde dich auf dem Laufenden halten :-).

        LG Melanie M.

  4. Hallo Jessica,
    seit vielen Jahren habe ich mehrere Orchideen, die auch Alle mal wieder blühten. Habe sie 1x wöchentlich getaucht und alle 3 Monate, im Winter weniger, mit Stäbchen gedüngt. Im Frühjahr fingen plötzlich Alle an zu schwächeln und zu kränkeln. Habe sie umgetopft und im www. nach einer Lösung gesucht. Da stand, dass man 1-2x die Woche einen großen „Schluck“ Wasser von oben geben sollte. Seitdem ich das mache, sind sie super gesund und treiben Blüten mit Ablegern und Blätter ohne Ende. Da ich ständig kontrolliere, dass das Wasser sich im Topf nicht staut, fällt mir auf, dass die Pflanzen jetzt riesige, dicke Wurzeln bilden. Mir kommt es so vor, als wenn sie sich nach dem Wasser im Topf strecken. Was soll ich jetzt tun? Kann ich die Wurzeln abschneiden, oder jetzt weniger von oben gießen?

    • Hallo Iris,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Die Entwicklung bei deinen Orchideen klingt doch erst mal prima. Vielleicht hat u.a. auch das frische Substrat dazu beigetragen, dass deine Orchideen nach dem Umtopfen so gut gedeihen. Solange du kontrollierst, dass kein Wasser für längere Zeit im Topf zurück bleibt, kannst du mit der Methode mit dem großen Schluck Wasser auch so fortfahren. Dass sich die Wurzeln nach dem Wasser strecken und so üppig wachsen ist ebenfalls prima. Ich würde sie einfach wachsen lassen. Ich persönlich bin der Meinung, dass man an gesunden Wurzeln nur im äußersten Notfall – zum Beispiel wenn man die Orchidee beim Umtopfen nicht anders aus dem Topf bekommt – herum schnippeln sollte. Wenn möglich solltest du sie also einfach so wachsen lassen und wenn der Topf mit Wurzeln ausgefüllt ist und kaum noch Substrat Platz hat beim nächsten Umtopfen einen etwas größeren Topf wählen. Da das Wässern den Orchideen so wie du es aktuell machst scheinbar gut bekommt würde ich daran erst einmal nichts ändern. Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Viele Grüße Jessica

  5. Hallo Jessica,
    meine Tocher hat eine Orchidee, die seit übet 1Jahr nicht blüht.
    Ich selbst besitze viele Otchideen und kenne dieses Problem nicht. Ist es möglich, dass sie nicht hell genug steht?
    Für eine Antwort bereits danke im voraus.

    • Hallo Ursula, vielen Dank für deinen Kommentar. Dass eine Orchidee längere Zeit nicht blüht kann ganz verschiedene Ursachen haben. Wenn ihr das Gefühl habt, dass sie nicht genug Licht bekommt – daran kann es tatsächlich auch liegen – stellt sie gerne mal eine Weile an einen deutlich helleren Ort. Wo steht die Orchidee denn aktuell? Viele Grüße Jessica

      • Ja, ich finde sie steht nicht hell genug.
        Ist etwas schwierig, das zu ändern, werde es aber, so lange ich bei meiner Tochter bin, versuchen. Hoofe, es hilft.
        Vielen Dank für deine Antwort.

        • Hallo Ursula, dann sollte sie wirklich heller stehen. Wichtig ist, dass die Orchidee nicht andauernd umgestellt wird, dann das mögen sie meist gar nicht gerne. Ein bis zwei Mal im Jahr ist aber in der Regel ok. Viel Erfolg und liebe Grüße. Jessica

  6. Hallo, ich habe das Problem, dass meine Orchideen nach dem Umtopfen nicht mehr anwachsen. Auch nach einem Jahr nicht. Sie trei ben ein paar kleine Luftwurzeln und bilden auch frische Blätter. Irgendwann nach Monaten geht sie dann plötzlich ein. Was kann ich tun, damit sie anwachsen ?

    • Hallo Karin,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Haben die Orchideen denn vor dem Umtopfen noch intakte Wurzeln? Welche Art Substrat verwendest du? Und wie pflegst und wässerst du sie nach dem Umtopfen?
      Liebe Grüße
      Jessica

      • Hallo Jessica,
        die meisten Wurzeln sind noch intakt. Die abgestorbenen entferne ich.
        Ich pflanze in ein spezielles Orchideensubstrat (von einem Orchideenzüchter). Danach wässere ich ca. 2 Wochen gar nicht. Dann beginne ich wieder mit tauchen alle 1 bis 2 Wochen. Meist tbeginnt die Orchidee dann kurzzeitig zu treiben bevor dann nach und nach alles eingeht. Ich versuche daher das umtopfen zu vermeiden.
        Liebe Grüße
        Karin

  7. Hallo und schönen guten Morgen,

    vielen Dank für die tollen Tipps rund um die Orchideenpflege. Ich war schon etwas verzweifelt, da einige meiner Orchideen das letzte Mal vor 2 Jahren geblüht haben. Sie stehen an einem sonnigen Ort und ich mache oft eine Brause, aber wenn es mal schneller gehen muss gieße ich auch einfach nur und schaue nach ob eh kein Wasser in dem Topf geblieben ist. Letztens habe ich mir noch einen Orchideendünger gekauft. Jetzt binnen kurzer Zeit haben alle Blüten bzw. Knospen bekommen. Sogar die kleinste unter ihnen, bekommt jetzt einen Knospentrieb, zumindest sieht es für mich so aus. Ich habe eine Freude und ich werde die ein oder andere auch noch umtopfen müssen. Da warte ich jetzt aber lieber ab, denn jetzt sollen sie erst mal ihre schöne Blüte zeigen.

    Leider gibt es bei dem Blog keinen Newsletter, sehr schade! Dennoch werde ich hier jetzt öfters vorbei kommen.

    Alles Liebe und viele Grüße zum Donnerstag,
    Heike

    • Hallo Heike,
      toll, dass Dir unsere Blog-Beiträge so gut gefallen!
      Es stimmt, einen Endverbraucher-Newsletter haben wir derzeit noch nicht.
      Aber schau doch einmal auf unserer neuen Website http://www.romberg.de vorbei. Im Newsroom sind unsere Kommunikationskanäle alle gebündelt dargestellt – auch der Blog. So bleibst du immer auf dem Laufenden. Alle Blog-Beiträge werden zudem auf unserer Facebook-Seite Romberg Hobbygarten verlinkt.
      Liebe Grüße
      Fenja

    • Liebe Heike,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Es freut mich, dass dir mein Beitrag gefallen und weiter geholfen hat. Wenn du Interesse hast: auf meinem Orchideenfans Blog (http://www.orchideenfans.de) gibt es die Möglichkeit, sich für einen Newsletter anzumelden.

      Viele Grüße und weiterhin viel Freude mit deinen Orchideen.

      Jessica

  8. Gut, dass ich den Artikel heute gefunden habe. Das oben beschriebene Szenarium hat meine Orchidee erwischt, Blüten sind abgefallen, Stiel braun geworden und ich Depp, dachte sie trocknet während der Hitze aus, und hab sie sozusagen tot gegossen!! 2 mal die Woche! Die Blätter sind auch einwenig schrumpfig geworden.
    Ich habe sofort Notfall Orchideen- OP durchgeführt. Und was soll ich sagen, auch die Wurzel waren im Eimer! Hab sie fast alle geschnitten, auch den Blütenstiehl! Gute Nachricht ist, dass diese Pflanze um zu überleben kämpfte! Seit guter einer Woche kommen neue Blätter raus. Die zwei großen Blätter sind trotzdem noch stabil. Ich glaube, die wird sie selber wegstoßen, wenn die neuen Blätter größer werden. Ich sehe auch, dass sie neue Wurzel bildet und wenn ich Glück habe auch ein neues Blütenstiel. Da ist was leicht spitzes rausgewachsen, wird sich später herausstellten, ob sie nach unten oder nach oben wächst. Können Sie mir bitte sagen, was ich jetzt lieber mit ihr machen sollte? Ich hab sie umgepflanzt, bin mir aber jetzt nicht so sicher, ob sie es schafft da die neue Wurzel gerade rauswachsen. Ist das nicht zu wenig Wurzel? Diese Orchidee bedeutet mir viel. Habe meiner Freundin eine Orchidee vor 2 Jahren geschenkt und sie ist das Baby von ihr :-)

    Lg
    Mona

    • Hallo Mona,

      vielen Dank für deinen Komentar. Ich würde die Orchidee einfach wie oben beschrieben pflegen und schauen, ob sie genug neue Wurzelmasse bildet. Dass neue Blätter kommen ist ja schon mal ein sehr gutes Zeichen, dass es ihr so gefällt und sie auch Energie hat. Ich drücke weiterhin die Daumen.

      Viele Grüße
      Jessica

  9. Huhu Großes Lob zuerst mal an dieser Seite. Sie gibt einen Anfänger wie mir echt einen super Einblick in die richtige Pflege.
    Ich gehöre leider zu denjenigen, die glaube ich noch die härteste Orchidee kaputt bekommen.
    Hatte letztes Jahr 7 Stück gekauft und davon waren dieses Jahr bereits 4 entgültig kaputt. Sämtliche Wurzeln matschig und es arbeitete sich sogar bis zum Herz hoch, leider.
    Der Fehler Nr.1 ich meine es immer wieder mit dem Gießen zugut.

    Die restlichen 3 hab ich nun in soein Orchideeen Pflanzgranulat getopft, da es vielversprechend klang. (Kein Tauchen, Düngemittel ist mitdrin, Das Wasser perlt ab, also keine nassen Füße, Verdichtet nicht, 3-5 Jahre kein umtopfen etc.)
    Momentan scheint es auch so, als wenn es den Orchideen bekommen würde. Eine Orchidee blüht nun sogar. Aber wollte gern mal die Profis fragen, ob das ein Trugschuss ist oder ob das Zeug wirklich was bringt?

    • Hallo Yvonne,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Das Granulat von dem du schreibst habe ich selber noch nicht verwendet. Es gibt mehrere auf dem Markt, kann dir da also so adhoc aufgrund deiner Angaben nichts zu sagen. Solange es den Orchideen gut geht scheinst du alles richtig zu machen. Generell kriegt man das aber auch mit ganz „normalem“ Orchideensubstrat hin.

      Liebe Grüße
      Jessica

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