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Herr Ehler baut ein Hochbeet

Seit längerer Zeit habe ich vor ein Hochbeet zu bauen. Zu Hause, im Freundeskreis und auch unter den Rombergs ist das schon fast zum Running-Gag geworden, da ich seit Monaten davon rede und bereits vollmundig einen Blogbeitrag darüber ankündigt habe.

 

Vor ein paar Wochen war es dann endlich soweit. Es kamen alle guten Umstände zusammen: Alle anderen Garten- und Hausprojekte waren abgeschlossen, Holz war besorgt, das Wetter war gut und ich konnte mich von anderen Dingen freischaufeln. Meinem Projekt stand also nichts mehr im Weg und ich machte mich an die Arbeit:

 

Die Position des Hochbeets stand von vornherein fest. Es gab früher in unserem Garten ein ca 12 qm großes Gemüsebeet – quadratisch und mit alten Pflastersteinen eingefasst. Direkt daneben ist ein Teil unserer Terrasse – d.h.,  dass wir zukünftig auch trockenen Fußes direkt von der Küchentür an die Kräuter aus dem Hochbeet kommen können… 😉

 

 

Ursprünglich hatte ich die Überlegung, die Kästen in 2 oder 3 verschiedenen Stufen zu bauen, mich dann aber kurzfristig umentschieden und doch alles in einer Höhe gebaut. Ich dachte mir, dass es irgendwie quatsch sei, ein Hochbeet zum rückenschonenderen Gärtnern zu bauen, dann aber die Hälfte der Kästen eine Höhe von 20 cm hat. Für die Größe orientierte ich mich an den Maßen der Holzbretter, sowie des alten Nutzbeetes. Ein Freund von mir war so nett und besorgte mir das Holz günstig  aus einem Sägewerk seiner Firma. Deswegen konnte ich alles aus Eichenbrettern bauen, was ansonsten preislich wohl komplett den Rahmen gesprengt hätte; wenn ich solches Holz überhaupt regulär im Holzhandel oder Baumarkt bekommen hätte.

 

Grundsätzlich bin ich wie folgt vorgegangen:

 

  • Bretter alle auf gleiche Länge zuschneiden
  • einige Bretter zersägen, um sie als „Rückwand“ zu verwenden und die vorderen Bretter darauf schrauben
  • aus dem Material einzelne Wandelemente bauen. Maße für die langen Seiten: 2,60 x 0,70 m, kurze Seiten: 1,30 x 0,70 m.
  • Wandelemente zusammensetzen und an den Ecken miteinander verschrauben.
  • Kisten an die entsprechende Position bringen und waagerecht ausrichten.

 

Schrauben:

Als Schrauben habe ich ausschließlich Edelstahl-Schrauben verwendet, die ich noch vom Terrassenbau übrig hatte. Edelstahl-Schrauben haben den Vorteil, dass sie nicht rosten und somit auch keine Verfärbungen am Holz hervorrufen. Allerdings haben sie den Nachteil, dass sie recht weich sind. Wenn man die also in Harthölzer (Eiche, Bangkirai, o.ä.) verarbeitet, sollte man mit einem dünnen Holzbohrer vorbohren. Sonst passiert es hin und wieder, dass die Schrauben beim Einschrauben wegbrechen. Mittlerweile gibt es zwar sogenannte selbstbohrende Schrauben aus Edelstahl, sodass kein Vorbohren erforderlich ist, diese sind aber meines Erachtens unverhältnismäßig teuer…

 

Leider kam es dann in dieser Bauphase zum Projektstillstand, da für uns bei Romberg die Messe-Saison anfing:

 

Das wiederum gefiel der anwesenden Bauaufsicht nicht so gut:

Ich werde aber in Kürze wie folgt weiter machen:

  • Innenwände mit Vlies auslegen, um eine Barriere zwischen Erde und Holz zu haben
  • in den Boden Maschendraht einlegen, um Wühlmäuse davon abzuhalten sich an den gedeckten Tisch zu setzten
  • unteren Teil mit Grünkompost, Baum- oder Heckenschnitt füllen
  • Auffüllen mit Erde bzw. Substrat
  • aus dem restlichem Holz eine Umrandung bauen, um eine kleine Fläche zum Abstützen oder Ablegen von Garten-Werkzeug zu haben
  • und – last but not least – die Bepflanzung!

 

Und da sind wir auch schon beim Wesentlichen: der Bepflanzung! Ich habe mir überlegt, dass ich auf jeden Fall bis zum Frühjahr damit warten will, da sich nach der Befüllung das Substrat sicherlich noch „setzen“ wird. Ich gehe davon aus, dass ich das Hochbeet im Frühjahr nochmal mit einem ordentlichen Schwung Erde auffüllen muss, bevor ich mit der Bepflanzung beginnen kann.

 

Welche Pflanzen sollen es denn werden?

 

Auf jeden Fall möchte ich schon mal viele Kräuter haben – ich liebe es, mit frischen Kräutern zu kochen. Außerdem stehen bereits diverse Ableger von Erdbeerpflanzen meiner Kollegin Karen bereit. Sehr gut vorstellen kann ich mir auch einige Sorten Salat.

Bevor es aber bei mir weitergeht… habt Ihr eventuell Tipps und Ideen für mich; gute /schlechte Erfahrungen mit Hochbeeten gemacht; oder habe ich vielleicht noch irgendetwas Wesentliches vergessen? Ich bin ja noch Neuling auf dem Gebiet…  und daher für jeden Tipp zum Thema Hochbeet dankbar. Freue mich auf eure posts :-)