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Pfaffenhütchen – Wildstrauch mit Wow-Effekt

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Foto: Christine Schonschek – Den herbstlichen Garten setzt das Pfaffenhütchen farblich gekonnt in Szene.

Allein schon aufgrund seines dekorativen Fruchtstandes finde ich das Pfaffenhütchen faszinierend. Als ich kürzlich ein noch im rötlich leuchtenden Laubkleid stehendes Pfaffenhütchen entdeckt habe, war ich einfach hin und weg von dieser Farbpracht. Da war mir direkt klar, so etwas wünsche ich mir für unseren Garten. Auch wenn ich weiß, dass das Pfaffenhütchen eigentlich zu den für Menschen sehr giftigen Pflanzen gehört. Doch nicht für alle Lebewesen ist das Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) toxisch.

Auch wenn die im Mai bis Juni erscheinenden grünlich-gelb bis grünlich-weiß gefärbten Blüten des Gemeinen Spindelstrauchs eher unscheinbar sind, so sind sie dennoch eine gute Bienenweide. Anzutreffen ist dieses heimische Wildgehölz an Bachläufen, Waldrändern und in Knicks. Ab Ende August haben sich aus den Blüten die pinkfarbenen Fruchtkapseln entwickelt. Diese öffnen sich mit der Zeit und lassen die orangeroten Samenkapseln heraushängen. Der Samen ist vor allem bei Rotkehlchen als Winternahrung recht beliebt. Noch ein Grund mehr, unbedingt ein Pfaffenhütchen in den Garten zu pflanzen!

 

Seinen deutschen Namen verdankt das Pfaffenhütchen der besonderen Fruchtform. Denn diese sieht, wenn der reife Samen zu sehen ist, aus wie die Kopfbedeckung eines Pfarrers. Aber auch für floristische Arrangements eignen sich die Zweige für herbstliche Gebinde, wie zum Beispiel der Monatsstrauß Oktober des Fachverbands Deutscher Floristen (FdF) zeigt. Kombinieren kann man die Zweige des Pfaffenhütchens sehr schön mit dem herbstlichen Samenstand der Clematis, Hagebutten, Lampionblumen oder Physalis, Eichenlaub, Gräsern und vielem anderen mehr.

 

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Foto: Christine Schonschek – Auch wenn die Pflanze noch so schön aussieht, für Menschen und auch Weidetiere ist das Pfaffenhütchen sehr giftig! Nicht aber für Insekten und Vögel.

Dieser Wildstrauch stellt an den Boden keine besonderen Anforderungen. Sprich, er gedeiht  in normalem Gartenboden. Als Standort sollte ein sonnig bis halbschattiger Platz ausgesucht werden. Eingesetzt werden kann das Pfaffenhütchen sowohl als solitäres Ziergehölz als auch in gemischten Hecken. Je nach Art und Sorte kann der Großstrauch, welcher in der Jugend straff aufrecht wächst, sich im Alter ausladend ausbreiten. Euonymus europaeus kann eine Wuchsbreite von 150 bis 350 cm und eine Wuchshöhe zwischen zwei bis vier Meter erreichen. Es gibt aber auch kompakt wachsende Arten oder Sorten, wie etwa das Geflügelte Pfaffenhütchen (Euonymus alatus ‚Compactus‘). Dieses zeichnet sich noch dazu, ebenso wie das Großfrüchtige Pfaffenhütchen (Euonymus planipes), durch eine besonders intensive Herbstfärbung aus. Euonymus alatus ist charakterisiert durch einen lockeren, unregelmäßigen und buschigen Wuchs. Diese Art eignet sich aufgrund ihrer Wuchsbreite zwischen 130 bis 180 cm und der Wuchshöhe zwischen 150 bis 250 cm ideal für kleinere Gärten.

 

Weil man aus ihrem Holz früher Webspindeln fertigte, werden die Wildgehölze auch Spindelsträucher genannt. In manchen Baumschulen kann man auch nach einem  Korkflügelstrauch fragen, wie so manches Pfaffenhütchen bezeichnet wird. Da die Spindelsträucher aufgrund ihres feinen und dichten Wurzelwerks intolerant gegenüber Stauden und Zwiebelblumen sind, ist eine Unterpflanzung mit diesen nicht möglich. Im Herbst und Frühjahr ist die ideale Pflanzzeit für wurzelnackte Gehölze. Containerware dagegen kann das ganze Jahr – sofern es frostfrei ist – gepflanzt werden. Mal schauen, ob es diese Jahr noch was wird mit dem Kauf und Einpflanzen? So können wir uns im nächsten Herbst über das Farbspektakel im Garten freuen!

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