Ton-Pflanzenschilder

Petras Gartenkolumne: Gartenhelfer

Jeder Gärtner braucht Gartengeräte, weil es auf Dauer nicht zielführend ist, mit bloßen Händen in der Erde zu wühlen oder das Gras mit den Fingern abzureißen. Obwohl – ich erinnere mich an einen Besuch als Kind bei meiner Nenntante Lottchen. Die hatte nicht nur ein Hühnergehege, sondern auch einen Rasen. Und eine Bastelschere. Wenn man sehr viel Zeit hat, kann man damit auch die Grashalme stutzen. Einzeln. Ich war damals bis zum Ende des Besuchs gut beschäftigt :-)

Normalerweise sind die Gerätschaften jedoch deutlich größer und gerne mal mit mehr oder weniger starken Motoren ausgestattet. So besitze ich eine stattliche Anzahl an Heckenscheren unterschiedlicher Größe. Eine habe ich dem Liebsten für das Gärtchen der Zweitwohnung zur Verfügung gestellt. Damit schneidet er seinen Quadratmeter Rasen. Und bei den anderen ist immer der Akku leer, wenn ich sie brauche. Also schneide ich meist spontan mit Hand, z.B. wenn ich sehe, dass meine Buchskugeln eine neue Frisur benötigen. Geht ja auch.

Überhaupt nutze ich selten Großgeräte mit Stiel. Statt eines großen Laubrechens hopse ich eher mal mit dem Handrechen herum und schiebe die Blätter direkt in einen Eimer.

Ich wühle mit einer Schippe im Boden herum, anstatt einen Spaten zu benutzen (weil der Stiel mir nach der Winterpause einfach abgebrochen war, aber ich brauche ihn auch nur selten, weil: siehe Satzanfang). Anstelle einer Fräse nutze ich kleine Hand-Grubber und zupfe die Unkräuter einzeln aus.

Ton-Pflanzenschilder

Apropos Unkraut: In einem Keramikladen im Spreewald gab es tönerne Pflanzenschilder, z.B. für Zitronenmelisse, Dill, Cannabis (vermutlich, damit die Polizei bei einem Plantagenfund, sofort darüber informiert ist, dass es sich nicht um eine Gänseblümchen-Zucht handelt), und auch Stecker mit der Aufschrift „Unkraut“ waren dabei. Ich habe damit geliebäugelt, jedoch hätte ich dann für meinen Garten Mengenrabatt aushandeln müssen.

Immerhin mähe ich unseren Rasen weder mit Schaf, noch mit Sense oder Nagelschere, sondern tatsächlich mit einen Rasenmäher. Der mäht zwar nur schmale Streifen und nach einem Messerwechsel landet das abgeschnittene Gras auch nicht mehr im Fangkorb. Aber ich habe offenbar ein Herz für unzulängliche Geräte und scheine ziemlich leidensfähig zu sein.

Und egal wie viele Helferlein auch erfunden werden, wer sagt denn,

dass Gärtnern immer einfach sein muss?

 

Petra A. Bauer, Mai 2017

1 Kommentar zu “Petras Gartenkolumne: Gartenhelfer

  1. Hatte letztes Jahr im Sommer von meinem Freund eine Orchidee geschenkt bekommen hatte sie alle 10 Tage in der Badewanne abgebaut seit 2 Wochen hat sie eine neue blütenknospe aber Dünger hat sie noch nie bekommen

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