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Kulinarisches und kreatives mit Kräutern: Umbrisch-Provencalischer Markt Tübingen

Wie jedes Jahr im September bekommt mein Heimatstädtchen Tübingen für einige Tage ein mediterranes Flair: Aussteller aus unseren Partnerstädten Perugia in Umbrien und dem südfranzösischen Aix en Provence bringen leckere Spezialitäten und Ideen mit Kräutern mit und möbeln den schwäbischen Herbst mit südlicher Stimmung auf. Trotz etwas trüberem Wetter als sonst habe ich mich von dem südlichen Treiben in der Stadt einfangen lassen und ein paar Impressionen und Anregungen mitgebracht. An manchen Ecken hat sich sogar das ganze Fachwerkstädtchen in einen duftigen Kräutergarten verwandelt  – nicht zuletzt dank der wunderschönen Stände aus den Partnerstädten und den Arrangements der lokalen Tübinger Gärtnereien.

Tübinger Rathaus mit blühenden Artischocken

 

Verveine-Tee Verkostung

Am Stand der Staudengärtnerei Jantzen bekomme ich gleich ein Glas Verveine – Tee angeboten. Verveine (Aloysia citrodora) zeichnet sich durch ein angenehmes, intensives Zitronenaroma aus und wird vor allem in Frankreich gerne in Süßspeisen verwendet. Als Tee ist es fruchtig und anregend. Dazu soll sich das Kraut positiv auf Magen und Verdauung auswirken, weswegen Verveine-Tee in der Provence gerne nach dem Essen gereicht wird. Erfrischt schlendere ich weiter und lasse die südliche Atmosphäre auf mich wirken.

Kreatives Pflanzgefäß: Olivenkanister!

 

Ananas – Salbei “ Hot Lips“ , Lavendel und co…

 

Olivenbäumchen zum Anfassen

Auch das leibliche Wohl kommt auf dem umbrisch provencalischen Markt nicht zu kurz: An allen Ecken bekommt man „Probiererle“ von regionalen Spezialitäten aus der Provence und Umbrien angeboten. Ich teste ( sehr schmackhafte und erstaunlich würzige) Lavendelsalami  und Kräuterkäse aus Italien, Bio – Wildblumenhonig aus Frankreich und Macarons und Kekse mit Lavendel – und Verveine – Aroma.

Wildblumen – Käse

 

Macarons und Kekse mit Frucht – Weißwein – und Kräuteraromen…

 

Bio – Honig aus der Provence.

Lavendel ist auf dem Markt natürlich allgegenwärtig. Ich kaufe mir einen großen Beutel mit Lavendelblüten: Als Tee helfen die blauen Blüten in Kombination mit Melisse oder Hopfen bei Einschlafstörungen. Dazu habe ich gerade unsere alte Nähmaschine für mich entdeckt und will ein paar Lavendelkissen nähen. Die kommen dann in meine Häkelwolle als natürlicher und duftiger Mottenschutz. Auch als Bratengewürz – besonders lecker zu Wild – kann man Lavendelblüten einsetzen. Ich kombiniere sie mit Salbei und Thymian, und lösche den Braten mit etwas Rotwein ab, das gibt ein leckeres  Kräuteraroma und sieht noch dazu toll aus.

Lavendel frisch aus Grasse

 

Provence meets Schwaben : Kräuter, Kehrwoche, Kittelschürze…

 

Hopfenkränze und Trockenblumen

Kräuterseifen mit Lavendel, grünem Tee, Verveine, Pfirsichblüten und Mandel laden zum Schnuppern und Ausprobieren ein.

Pflanzenseifen

 

Besonders begeistern mich auch die kleinen Ziegenkäse mit Trockenfrüchten – mal eine tolle Idee um unsere eigenen Dörrpfirsiche und Dörräpfel zu kombinieren…

Ziegenkäse mit Trokenfrüchten garniert

Regionale Produkte kommen auf dem Markt ebenfalls nicht zu kurz: Am Kürbiswagen der Tübinger Mosterei Gugel kann man sich im offenen Kassensystem leckere Hokkaidos, Muskat – und Spaghettikürbisse direkt vom Erzeuger mitnehmen.

Farbenfrohe Kürbisauslage

 

Die Stimmung auf dem umbrisch provencalischem Markt war sonnig, obwohl sich der Himmel eher wolkenverhangen zeigte. Für gute Laune haben südliche Leckereien, Wein und Musik an vielen Ecken der Stadt gesorgt. Internationale Berührungsängste gab es keine: Überall wird deutsch-französisch-italienisch palavert, wenn das nicht mehr hilft, wird mit Händen und Füßen geredet und gemeinsam gelacht.

Tango-Impro mit Leierkasten: Duo De Strawanza

Ich finde, zum umbrisch provencalischen Markt zeigt sich mein Städtchen wirklich im besten Licht.  Den Abend habe ich noch mit Freunden auf dem Markt bei Wein und Käse ausklingen lassen. Ich freue mich schon auf’s nächste Jahr. Kommt doch auch vorbei!

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