Schöne Möbel oder Deko für deinen Garten, lässt sich auch ganz einfach selbst bauen. Foto: R. Leemhuis

Gartenplanung – Tipps und Tricks

Jetzt in der kalten Jahreszeit können sich Gartenfreunde zwar an ihrem winterlichen Garten erfreuen, aber aktiv nicht wirklich viel tun. Um diese Zeit zu überbrücken, kannst du dir jetzt schon mal Gedanken über die Gartengestaltung im nächsten Jahr machen. Vielleicht hast du Lust auf etwas Neues oder schon erste Ideen? Ich  verrate dir hier ein paar Tipps und Tricks.

Hier findest Du die Tipps schon mal auf einen Blick. Mehr erfährst du im Text.

 Romberg_Blog_Tipps_für_die_Gartenplanung_Rieke_2017-12-11

Überblick verschaffen: Aufteilung und Standorte. Was stört – was ist gut?

Um dir einen Überblick über die Aufteilung deines Gartens zu verschaffen, fertige eine Skizze über den Istzustand deines Gartens an. Wo stehen welche Pflanzen, wo liegen Beete, der Komposthaufen, wo ist der Zugang zu Wasser? Notiere auch, ob die Bereiche sonnig oder schattig sind. Wenn du dein Werk vollendet hast, überlege, welche Bereiche dir gefallen und auch was dich stört oder was du verändern möchtest. Wenn du so weit bist, kannst du eine neue Skizze anfertigen mit deinem “zukünftigen Garten”. Du möchtest Beete anlegen oder welche abschaffen? Vielleicht hast du auch eine Idee für Sitzgelegenheiten an einem schönen, sonnigen Plätzchen, das bisher ungenutzt ist. Notiere dir nun, was du dafür benötigst. Schreibe auch dazu, wann du die Veränderungen umsetzen willst. In den nächsten Punkten findest du vielleicht ein paar Anregungen:

Gartengestaltung: Motto und Struktur

Du magst es eher schlicht und klar? Bist du ein Fan von maritimen Details, romantischen Gärten oder du stehst auf Kräuter und Wald? Es ist sinnvoll zu überlegen, was du als schön empfindest und dies als eine Art “Motto“ für deinen Garten zu verstehen. Natürlich soll der Garten nicht zum Showgarten werden, in dem alles perfekt ist, aber es ist schön, wenn sich ein “roter Faden” durch die Gestaltung zieht. Wege und Trittpflaster geben deinem Garten zusätzlich Struktur.

Wege und Begrenzungen geben deinem Garten Charakter und Struktur. Du kannst auch gesammeltes oder gefundenes Material wie Tonscherben verwenden. Foto: R. Leemhuis

Wege und Begrenzungen geben deinem Garten Charakter und Struktur. Du kannst auch gesammeltes oder gefundenes Material wie Tonscherben verwenden. Foto: R. Leemhuis

Ungenutzte Ecken umfunktionieren

In jedem Garten gibt es wohl ungenutzte Ecken. Diese Ecken werden schnell zu einer „Abstellkammer“ in deinem Garten, wo Dinge rumliegen, Säcke oder Blumentöpfe stehen. Oft haben diese Ecken ein augenscheinliches Defizit und bleiben deshalb “ungenutzt“. Vielleicht gibt es zu wenig Sonne, der Boden ist nicht gut oder die Ecke ist ungeschützt. Überlege dir, was hier seinen Platz gaben könnte. Vielleicht musst du nur wenig verändern, um den vormals ungeliebten Platz umzufunktionieren. Ist hier vielleicht ein guter Ort für einen Pflanztisch oder ein schattiges Plätzchen im Sommer? Eventuell fehlt nur ein Sichtschutz.Wenn die weiter als Abstellplatz dienen soll , auch gut. Eine Gartenkiste schafft Ordnung und kann evtl. auch als Sitzbank dienen.

Plätze zum Verweilen

Schöne Sitzplätze und lauschige Ecken machen einen Garten für mich aus – neben Essbarem wie Gemüse, Kräutern und Beeren. Bist du zufrieden mit deinen Chillplätzen im Garten? Wenn du die Möglichkeit hast, schaffe verschiedene Plätze mit eigener Atmosphäre. Neben dem Platz fürs gemeinsame Grillen und Essen mit Freunden und Familie, kann es vielleicht einen gemütlichen Leseplatz geben. Außerdem ist eine sichere und schöne Feuerstelle eine wahre Freude für Groß und Klein. Wenn du Kinder hast, ist es natürlich schön, wenn diese ihren eigenen kleinen Bereich mit Sitzgelegenheiten haben. Auch hier kannst du kreativ werden. Kleine Baumstämme oder Steine können auch als Stühle oder Tisch dienen.

Schöne Möbel oder Deko für deinen Garten, lässt sich auch ganz einfach selbst bauen. Foto: R. Leemhuis

Schöne Möbel oder Deko für deinen Garten lässt sich auch ganz einfach selbst bauen. Foto: R. Leemhuis

Gemüse und Co.

Du willst einen Gemüsegarten anlegen oder deinen bisherigen umstrukturieren? Überlege dir zuerst, was du gerne isst und verarbeitest. Denn nur, um Pflanzen, die du magst, kümmerst du dich richtig gut. Mache eine Liste und notiere dazu die Bedürfnisse der Pflanzen was Licht, Platz, Boden, Überdachung etc. anbetrifft. Paprika z. B. brauchen viel Wärme, während Zucchini fast überall gute Erträge bringt. Dann kannst du überlegen, ob und wo du diese Bedürfnisse erfüllen kannst. Bei der Planung der Bepflanzung bedenke die Mischkultur. Tipps dazu findest du hier im Artikel von Gosia.

Bei der konkreten Planung deiner Beete, kannst du ruhig schon genau werden. Wie viel Platz hast du und wie viele Reihen kannst oder möchtest du pflanzen? Gerade Kürbisse wachsen bekanntermaßen zum Beispiel sehr ausufernd und brauchen viel Platz. Die benötigten Abstände für jedes Gemüse findest du auf den Saatguttütchen, im Internet oder in Gartenbüchern. Probiere ruhig etwas neues aus, aber setze auch auf Altbewährtes, damit du auf jeden Fall auch Freude über deine Ernteschätze hast, denn oft läuft es gerade bei Experimenten beim Gemüseanbau anders als gewünscht. Zucchini und auch Spinat und Mangold sind in der Regel erfolgsversprechend und auch Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch sind “eine sichere Bank”. Kräuter und auch viele Gemüse kann man außerdem auch super im Topf kultivieren. Und auch die Errichtung eines Hochbeetes kann eine gute Option ein, besonders, wenn die Bodenverhältnisse nicht optimal sind.

Fürs Auge und die Insekten

Wir alle wissen, dass es leider immer weniger Insekten gibt. Bedenke auch die tierischen Bewohner bei deiner Gartenplanung. Auch du hast etwas davon. Wenn du viel Platz hast, kannst du eine Wildblumenwiese säen. Aber auch kleine Ecken und Blühstreifen sind für die Insekten und auch dich eine wahre Freude. Viele Nahrungspflanzen für Bienen und andere Insekten, wie zum Beispiel Borretsch oder Malve, sehen nicht nur gut aus, sondern sind auch essbar.

Gut geplant, ist halb gewonnen

Schreibe nun genau auf, was du für die Umsetzung deiner Ideen benötigst. Brauchst du Material oder Werkzeug? Bevor du fertige Möbel oder Sichtschutzwände kaufst, lass dich inspirieren. Es gibt tolle Ideen, um zum Beispiel aus Paletten etwas zu bauen. Wie wäre es mit einem Baumstammtisch oder einer Hängematte? Notiere dir auch, was du pflanzen und säen willst und wann du das tun solltest. Jetzt hast du schon viel gartenfreie Zeit rumgekriegt. Und, hey, wenn du zum Beispiel Kräuter vorziehst, kannst du schon fast bald anfangen. (-;

#machwasdraus

Produkte für die Voranzucht findest du hier.

1 Kommentar zu “Gartenplanung – Tipps und Tricks

  1. Wir sind auch grad dabei unser Garten neu zu gestalten. Da kommt dieser Beitrag gerade recht. Die Ideen und Tipps sind auf jeden Fall sehr hilfreich.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>