Tomatillo, Rote Bete, Zucchini, Keimvorgang, Zimmergewächshaus

Es wimmelt im Zimmergewächshaus: Tomatillo, Rote Bete und Zucchini

Tomatillo, Rote Bete, Zucchini

Foto: Christine Schonschek – Wie unterschiedlich die Samen der Gemüsesorten aussehen.

Inzwischen drängelt es sich in unserem Maximus Complete 3.0 ganz ordentlich. Schließlich wollen die Okra, Chili & Kakteen noch nicht nach draußen – bei den momentanen Temperaturen auch nachvollziehbar. Trotzdem möchte ich für die Gartensaison noch ein paar Gemüsepflanzen vorziehen. Also habe ich kürzlich noch ein paar weitere Samenkörner in die Kokos-Quelltabletten gesät. Damit im Sommer der Speiseplan (hoffentlich nicht nur der, der Schnecken!) ausgewogen und bunt wird, habe ich mich für Tomatillo, Rote Bete und Zucchini entschieden.

Aussaat, Cocos-Quelltabletten, Romberg Maximus Complete 3.0

Foto: Christine Schonschek – Der Anblick direkt nach der Aussaat von Tomatillo, Rote Bete und Zucchini.

Sie alle sind im Zimmergewächshaus im Nu gekeimt. Genauer gesagt innerhalb von vier bis fünf Tagen. Kein Wunder, ist es darin ja auch so schön mollig warm. Okay, ich muss gestehen die Sämlinge bekommen auch ihre Extra-Portion Licht ab. Darum kümmert sich das Maximus Complete 3.0 ja ganz von allein.

Darum gerade Tomatillo

Nun will ich vor allem die Tomatillo (Physalis ixocarpa) hier ein wenig näher vorstellen, weil sie gegenüber den Roten Rüben und den Zucchinis noch etwas weniger bekannt sind. Zudem habe ich ihre Verwandten, die Anden- oder Kapstachelbeeren (Physalis peruviana), vorher schon mal mit gutem Erfolg im Garten angebaut. Und wenn ich mich recht entsinne, sind diese sogar von den gefräßigen Nacktschnecken verschont geblieben. Außerdem säen sie sich selbst wieder aus. Gründe genug es wieder mal mit dieser Pflanzengattung zu probieren.

Farbenfrohes für den Teller

Zudem sehen die vorwiegend lilafarbenen Früchte der Tomatillo auf dem Saatgutpäckchen sowohl ungewöhnlich als auch zum Anbeißen lecker aus. Es gibt sie aber auch in anderen Fruchtfarben wie grün oder gelb. Die Physalis ixocarpa stammt ursprünglich aus Mexiko. Dort wird die süß-säuerliche Frucht zu Chutneys oder Saucen verarbeitet, welche gerne mit Chilis gewürzt werden. Die Früchte können aber auch roh gegessen werden. Ihrer Heimat entsprechend mag es die Tomatillo gerne warm. Die notwendigen Keimtemperaturen zwischen 20 bis 27 °C sind bei der Aussaat im Maximus Complete 3.0 garantiert. Ausgesät werden kann die Tomatillo im März und April entweder auf der Fensterbank oder in einem warmen (Zimmer)Gewächshaus. Es ist also noch nicht zu spät damit anzufangen. Pikiert wird, wie üblich, wenn die Jungpflanzen das zweite Blattpaar ausgebildet haben.

Tomatillo, Rote Bete, Zucchini, Keimvorgang, Zimmergewächshaus

Foto: Christine Schonschek – Fünf Tage nach der Aussaat fängt es überall zu spriesen an. Mitte von vorne nach hinten: Tomatillo, Rote Bete & Zucchini – eingerahmt von anderen Jungpflanzen.

Viele Ähnlichkeiten mit Tomaten

Tomatillos haben viele Gemeinsamkeiten mit Tomaten: Sie gehören zu den Nachtschattengewächsen (Solanaceae) und können beim Auspflanzen ins Freiland tiefer gesetzt werden. Der Vorteil: sie bilden dann noch mehr Wurzeln aus. Ungeschützt nach draußen sollten sie allerdings erst nach den Eisheilgen (Mitte / Ende Mai) gepflanzt werden. Vorher sollten die Pflanzen rund vier bis fünf Wochen an einem warmen und sonnigen Platz abgehärtet werden. Was aber gleichzeitig auch viel Arbeit bedeutet mit dem ständigen Raus- und wieder Reinräumen – vor allem wenn Nachtfröste drohen. Insofern wäre entweder ein Frühbeet oder ein Hochbeet mit Abdeckhaube ideal. Wie auch die P. peruviana mag auch die P. ixocarpa gerne einen durchlässigen, nährstoffreichen Boden. Zum letzterem habe ich mit Terra Preta gute Erfahrungen gemacht. Alternativ dazu geht bestimmt auch der Einsatz von auch Bokashi oder Effektiven Mikroorganismen (EM) beziehungsweise die Verwendung eines Premiumsubstrates wie des  Romberg Mykoterra Power-Mix.

Die einjährige Pflanze wächst buschig und kann je nach Sorte zwischen einem und zwei Meter hoch werden. Deshalb sollten die Pflanzen mit Stäben gestützt werden. Ein Ausgeizen wie bei den Tomaten ist bei Tomatillos nicht notwendig. Das tolle an Physalis ist, dass bis zum Frost hin geerntet werden kann – noch eine Gemeinsamkeit mit den Tomaten. Anders als bei den Andenbeeren platzen bei den Tomatillos die pergamentartigen Hüllen auf, weil die Früchte größer werden als diese. Danach erst reifen die Tomatillos aus. Besonderer Clou ist, dass die Tomatillos relativ unempfindlich sind gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Wie gesagt, habe ich bisher noch nie eine Nacktschnecke an den Andenbeeren knabbern sehen. Bleibt zu hoffen, dass dies bei der verwandten Tomatillo auch so bleibt!

Achtung: Auch wenn die ebenfalls verwandten Lampionblumen (Physalis alkekengi) mit ihren orangeroten Hüllen noch so hübsch aussehen, sie sind leicht giftig! Diese attraktiven Zierpflanzen gehören also sie nicht in den Mund sondern ins Trockengesteck.

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