Weiße blüten des Winterportulak

Leckeres Wintergemüse: Winterpostelein / Winterportulak

Seid ihr noch auf der Suche nach einem leckeren Gemüse für die kalte Jahreszeit? Dann probiert doch mal Winterpostelein! Sie lassen sich jetzt noch aussäen und schmecken sowohl frisch als auch blanchiert.

Mangold und Winterpostelein in einem Kübel

Tolles Duo im Winterbeet – auch im Kübel. Mangold und Winterpostelein.
© Melanie Öhlenbach / Kistengrün

Winterpostelein, Winterportulak, Gewöhnliches Tellerkraut: Die Pflanze mit dem lateinischen Namen Claytonia perfoliata ist unter vielen Bezeichnungen bekannt. Doch bislang habe ich sie nur selten in Beeten oder Balkongärten gesehen.

Schade eigentlich, denn das Gewächs mit den fleischigen Blättern kann mit einigen Vorzügen punkten.

Zunächst einmal ist Winterportulak eine der der wenigen Gemüsesorten, die ihr ab Herbst und den ganzen Winter hindurch aussäen könnt. Die Samen mögen nämlich kühlen Boden und keimen erst bei Temperaturen unter zwölf Grad Celsius!

Gewöhnliches Tellerkraut ist daher ideal als Nachkultur – also um Beete zu begrünen, die ihr jetzt nach und nach aberntet. Da es nicht tief wurzelt, könnt ihr es auch in Balkonkästen anpflanzen.

Einförmige Blätter: Jungpflanzen des des Gewöhnlichen Tellerkrauts in einem Kübel.

Zunächst bildet das Gewöhnliche Tellerkraut eiförmige Blätter aus.
© Melanie Öhlenbach / Kistengrün

Bedeckt das Saatgut nur leicht mit Erde und gießt es gut an. Ist es gekeimt, bildet das Tellerkraut zunächst eine Rosette eiförmiger Blätter aus.

Sein charakteristisches Grün ist sonst eher rund und sieht so aus, als wird es von seinem langen Stiel durchstoßen. Tatsächlich wachsen die Blätter aber um den Stängel herum 😉 .

Pflege und Standort: So fühlt sich Gewöhnliches Tellerkraut wohl

Winterpostelein gelten als ungemein frosthart – zumindest wenn sie aus dem Keim- und Jungpflanzenstadium herausgewachsen sind. Dann soll das zarte Grün sogar Temperaturen bis zu -20 Grad Celsius überleben können. So kalt war es auf meinem Balkon allerdings nie.

Winterpostelein in einer Gemüsekiste.

Winterpostelein fühlen sich auch in einer Gemüsekiste wohl.
© Melanie Öhlenbach / Kistengrün

Besondere Pflege braucht Winterportulak nicht – allerdings solltet ihr in einem trockenen Winter nicht vergessen, ihn ab und zu zu gießen!

Auch an Standort und Boden stellt das Gewöhnliche Tellerkraut keine besonderen Ansprüche: Auf meinem Balkon wuchs es in einer Saison sogar in einer schattigen Ecke!

Wofür ihr Winterportulak verwenden könnt

Gewöhnliches Tellerkraut könnt ihr den ganzen Winter hindurch bis zum Frühling ernten. Die Blätter könnt ihr sogar mehrmals schneiden: Sie wachsen wieder nach, wenn ihr den Schnitt nicht zu tief angesetzt habt. Ein Teil des Stängels muss stehen bleiben!

Weiße blüten des Winterportulak

Auch die weißen Blüten des Winterportulaks sind essbar.
© Melanie Öhlenbach / Kistengrün

Winterportulak könnt ihr frisch wie Feldsalat als Wintersalat zubereiten. Das zarte, mild schmeckende Grün gilt als reich an Vitamin C, Eisen und Magnesium. Die kleinen weißen Blüten könnt ihr übrigens mitessen. Sie kommen in der Regel in den ersten Monaten des neuen Jahres zum Vorschein.

Sind die Pflanzen schon etwas älter, könnt ihr Winterpostelein aber auch blanchieren. Geschmacklich erinnern sie dann ein bisschen an Blattspinat. Gerade wenn die langen Stängel zum Winterende etwas strohig werden und leicht im Halse stecken bleiben zu drohen, ist dies vielleicht sogar die beste Verwendung 😉 .

Mein Tipp: Pesto-Pasta mit geschmolzenem Feta und blanchiertem Grünzeug. Schmeckt nicht nur lecker, ist auch schnell gemacht!

Diese Nachteile haben Winterpostelein im Garten

Jetzt habe ich euch so viel von den Vorzügen der Postelein vorgeschwärmt. Daher will ich euch auch die Nachteile nicht verschweigen. Oder besser gesagt: Den Nachteil, denn viel mehr als einen habe ich bislang nicht entdeckt.

Schwarze Samen von Winterpostelein

Gewöhnliches Tellerkraut bildet schnell viele Samen aus.
© Melanie Öhlenbach / Kistengrün

Gewöhnliches Tellerkraut ist ein Selbstbestäuber und daher nicht auf die Hilfe von Bienen, Schmetterlingen, Hummeln und anderen Insekten angewiesen (die sind im Winter ja auch eher Mangelware). Dadurch bildet die Pflanze allerdings ziemlich viele Samen und sät sich sehr rasch aus.

Wenn ihr also nicht aufpasst und die Pflanze nach der Blüte nicht abschneidet, findet ihr wahrscheinlich im kommenden Frühjahr schnell in vielen Beeten, Kübeln und Kästen die charakteristischen Blattrosetten wieder!

Im Prinzip ist das aber nicht schlimm – ihr könnt die Blätter das ganze Jahr hindurch ernten. Und wenn ihr sie nicht mehr sehen könnt oder sie zu viel Platz wegnehmen, lassen sie sich auch leicht herausreißen.

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