Feinstes POP UP Orchideen-Substrat von Romberg

Im Praxistest: Feinste POP UP Orchideen-Erde von Romberg

POP UP Orchideen-Substrat im Praxistest

Das wurde für mich als Orchideenfan aber auch höchste Zeit! Heute möchte ich für euch die feinste POP UP Orchideen-Erde von Romberg testen. Der Orchideengarten Karge hat mir hierzu eine tolle Orchidee zur Verfügung gestellt. Sie nennt sich Burrageara Nelly Isler und gehört zu den Mehrgattungshybriden. Ihre Wurzeln sind vergleichsweise fein und sie eignet sich daher prima als Textobjekt für das Orchidennsubstrat. Aber der Reihe nach.

Romberg POP UP Orchideen-Erde: Was ist denn das?

Liest man den Produktnamen, so stolpert man bestimmt über den Zusatz POP UP. Und wenn man die Orchideen-Erde von Romberg in den Händen hält wundert man sich zunächst ebenfalls. Was, so klein und da sollen ein oder fünf Liter Erde drin sein? Niemals! Das Geheimnis: POP UP Orchideen-Erde ist komprimierte Orchideen-Erde. Dadurch ist sie beim Kauf klein und leicht. Zuhause muss man nur Wasser zugeben und schwups hat man die angegebene Menge Orchideen-Erde vor sich. Das ist schon mal sehr praktisch, da man nichts schleppen muss.

Feinstes POP UP Orchideen-Substrat von Romberg

Feinstes POP UP Orchideen-Substrat von Romberg

Das „Zubereiten“ der Erde ist dann auch denkbar einfach. Entfernt man die Banderole kommt ein milchig weißer Beutel zum Vorschein. Diesen einfach oben öffnen, hinstellen und mit der angegebenen Menge lauwarmem Wasser auffüllen. In meinem Fall – bei der 1-Liter-Version der Orchideen-Erde – sind es 250ml, die man hinzugeben muss. Nun kann man beobachten, wie das komprimierte Substrat das Wasser Schluck für Schluck aufnimmt und sich nach oben hin ausdehnt.

Für einen Liter POP UP-Substrat benötigt man 250ml lauwarmes Wasser.

Für einen Liter POP UP-Substrat benötigt man 250ml lauwarmes Wasser.

Gibt man das Wasser in den Beutel fängt das POP UP Substrat an aufzuquellen.

Gibt man das Wasser in den Beutel fängt das POP UP Substrat an aufzuquellen.

Nach wenigen Minuten ist das Substrat schon komplett aufgequollen. Jetzt noch einmal kräftig mit einem Lössel oder ähnlichem durchrühren und fertig ist ein Liter feinste Orchideen-Erde. Das so entstandene, lockere Substrat kann sofort zum Einsatz kommen. Aber was steckt überhaupt genau drin?

Innere Werte der POP UP Orchideen-Erde

Die Orchideen-Erde von Romberg wird zu 100% torffrei aus dem nachwachsenden Rohstoff Kokos hergestellt. Das erkennt man auch spätestens, sobald die Erde aufgequollen ist. Denn dann werden die einzelnen Kokosfasern und Kokosfaserstückchen sichtbar. Der pH-Wert des Substrates liegt bei 5,5, der Salzgehalt bei 0,5g KCl pro Liter. Die ein Liter Version ist mit 70g ein echtes Fliegengewicht und kleiner als eine Tafel viereckiger Schokolade. Sie passt also, wenn man möchte, in jede Handtasche.

Das fertig zubereitete POP UP Orchideen-Substrat - Dünger inklusive.

Das fertig zubereitete POP UP Orchideen-Substrat – Dünger inklusive.

Ausserdem ist auch NPK-Dünger im Substrat enthalten. An Nährstoffen sind also Stickstoff, Phosphat und Kalium enthalten. Zudem enthält das Substrat ebenfalls Magnesium, Bor, Kupfer und Zink. Hat man eine Orchidee frisch in das Substrat getopft, kann man entsprechend eine Weile mit dem Düngen aussetzen, da das Substrat der Orchidee in der Anfangszeit genug Nährstoffe bietet. Etwa drei bis vier Wochen nach dem Umtopfen kann man wieder mit dem Düngen starten. Da sich die Nährstoffe mit der Zeit abbauen, sollte man das Substrat nach dem Aufquellen zügig verbrauchen. Zügig heißt in dem Fall aber nicht innerhalb weniger Stunden. Romberg gibt „innerhalb von 4 Wochen“ an.

Der Praxistest: Umtopfen mit POP UP Orchideen-Erde

Das komprimierte Substrat in fertige Orchideen-Erde zu verwandeln war also schon einmal denkbar einfach. Kommen wir nun zu unserem Testobjekt, der Burrageara Nelly Isler, und dem Praxistest, diese in das neue Substrat umzutopfen (meine allgemeine Schritt für Schritt-Anleitung zum Umtopfen von Orchideen findet ihr hier).

Hierzu nehme ich die Orchidee zunächst aus ihrem Topf und befreie sie von ihrem alten Substrat. Das muss man bei dieser Art Orchidee besonders vorsichtig machen, da die Wurzeln sehr dünn und fein sind. Ein paar Wurzeln werden dabei sicher ihr Leben lassen müssen, aber das ist nicht ganz so tragisch. Dieses Exemplar hier hat ein sehr gutes und gesundes Wurzelwerk. Auch nach dem Entfernen des alten Substrates sind noch genügend Wurzeln übrig.

Die Orchidee aus dem Topf nehmen...

Die Orchidee aus dem Topf nehmen…

...und von ihrem alten Substrat befreien.

…und von ihrem alten Substrat befreien.

Nun geht es ans Topfen in das frische POP UP Substrat. Hierzu gebe ich erst einmal eine etwa daumenhohe Menge an Substrat auf den Topfboden. Dann setze ich den Wurzelballen der Orchidee in den Topf. Anschließend fülle ich von oben nach und nach das Substrat ein. Durch mit dem Topf auf den Tisch klopfende Bewegungen befördere ich das Substrat immer wieder von oben nach unten zwischen die Wurzeln. Das mache ich so lange, bis sich auch bei längerem Klopfen kein Substrat mehr nach unten bewegt.

Zuerst eine etwa daumenhohe Schicht frisches Substrat in den Topf geben...

Zuerst eine etwa daumenhohe Schicht frisches Substrat in den Topf geben…

...und dann den Wurzelballen der Orchidee.

…und dann den Wurzelballen der Orchidee.

Nun sollte überall zwischen den Wurzeln Subsrat angekommen sein. Bei durchsichtigen Töpfen kann man das gut sehen. Diese Orchidee hier steht allerdings, da ihre weißlichen Wurzeln kein Licht brauchen, in einem undurchsichtigen Topf. Da ich nun aber fast den kompletten Liter Substrat eingefüllt habe, gehe ich davon aus, dass überall genug angekommen ist.

Das Substrat Stück für Stück von oben auffüllen und durch Klopfen nach unten zwischen die Wurzeln bewegen.

Das Substrat Stück für Stück von oben auffüllen und durch Klopfen nach unten zwischen die Wurzeln bewegen.

Und wie war es? Ich muss sagen, das Substrat hat sich sehr anwenderfreundlich gezeigt. Das klopfende Einfüllen und zwischen die Wurzeln bringen ging sehr einfach und schnell von der Hand. Durch die eher feinere Struktur des Substrates ließ es sich so sehr gut im Topf verteilen. Die Orchidee steht nach dem Umtopfen wieder wie eine eins im Topf. Kein Zeichen von Instabilität oder sonstigen Ausfällen. Das Substrat scheint sie also für gut zu halten. Auch optisch schaut das Substrat schick aus und harmoniert sehr gut mit den grünen Bulben der Orchidee.

Tut sich auch bei längerem Klopfen nichts mehr ist das Subsrat überall gut verteilt und das Umtopfen abgeschlossen.

Tut sich auch bei längerem Klopfen nichts mehr ist das Subsrat überall gut verteilt und das Umtopfen abgeschlossen.

POP UP Orchideen-Erde: Mein Fazit

Ob es der Orchidee auf Dauer in ihrem neuen Substrat gefallen wird? Das kann ich natürlich jetzt noch nicht mit Sicherheit sagen. Ich habe aber ein sehr gutes Bauchgefühl bei der Sache. Denn die feinen Wurzeln der Burrageara Nelly Isler scheinen besonders gut mit den Kokosfasern zu harmonieren. Das Eintopfen ging wirklich super gut und nun steht sie stramm wieder in  ihrem Topf.

Ich bin zufrieden und kann den Pluspunkten des Substrates – unter anderem kein Schleppen und eine platzsparende Lagerung, mal abgesehen von der leichten Handhabung – einiges abgewinnen. Der eine Liter Substrat hat übrigens fast genau für die eine Orchidee gereicht. Ein bisschen was war noch übrig. Nur so als Richtwert, falls ihr mehrere Orchideen umzutopfen habt und wissen möchtet, wieviel von dem Substrat ihr in etwa braucht.

Praxistest Orchideensubstrat Romberg

Zum Abschluss die frisch umgetopfte Orchidee in ihrer ganzen Pracht. Ich denke, ihr gefällt`s!

Falls ihr es selber einmal testen möchtet, wünsche ich euch schon jetzt ein gutes Gelingen. Berichtet mir auch gerne in den Kommentaren, wie es bei euch geklappt hat!

Bis dahin, eure Jessica von www.orchideenfans.de

Merken

Merken

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>