Turbo Chili 3 – trotz Rückschläge, es geht vorran

von Alexander

Vier Wochen im Leben einer Chili-Pflanze ist ein langer Zeitraum. Und so ist seit meinem letzten Blog-Beitrag sehr viel passiert.  Der 2te Satz Chili-Pflänzchen wurde 14 Tage nach dem ersten pikiert und alles schien gut zu Laufen.

Dann kam die Blattlausinvasion!  Sie stellt dieses Jahr, aufgrund des extrem milden Winters, für viele ein Problem dar. Bei uns war das ganze Haus betroffen – also auf 4 Etagen waren die kleinen, saugenden Insekten am Werk. In der Vergangenheit hatte ich sehr gute Erfahrungen mit Knoblauchsud gemacht, mit dem ich bereits nach 3 Tagen die Läuse im Griff hatte. Aber nicht dieses mal! 🙁 Ich habe gesprüht und gesprüht, womit ich bei den Pflanzen im Mini-Gewächshaus die Lauspopulation auch weit reduzieren konnte, allerdings hat es unterm Dachfenster zu keinerlei Erfolg geführt. Dadurch kann ich hier auch leider keinen direkten Vergleich zwischen Kunstlicht und natürliches Licht anbieten. Nur so viel sei gesagt, die Zeit nach dem ersten Pikieren war sehr trüb und deswegen waren die Pflanzen am Dachfenster vor dem Schädlingsbefall viel kleiner, was wahrscheinlich auch ihre Anfälligkeit erhöhte.

Nachdem die ersten Pflanzen bereits oben am Deckel des Mini-Gewächshauses anstießen, war es Zeit sie rauszustellen. Dazu erst mal Deckel runter und bewusst einen Tag im Dunkeln stehen gelassen (damit sie sich an die reduzierte Luftfeuchte gewöhnen können) und dann raus in den Garten. Zuerst stellte ich sie in den Schatten, damit sich der UV-Schutz aufbauen konnte. Doch sogleich kam das nächste Problem. Hier im Stuttgarter Raum war es Anfang Mai sehr trüb und regnerisch, wodurch es nicht wirklich zum Aufbau eines UV-Schutzes gekommen ist und so waren die Chilis genauso überrascht wie ich, als es plötzlich sonnig und sehr warm draußen wurde. Die Sorte 1 und 2 (beide Capsicum chinense) haben diesen Schock mit einem ausgeprägtem Sonnenbrand quitiert und dadurch sehr viel Blattmasse eingebüsst. Sorte 3 ließ das ganze kalt und sie sahen so gut aus wie immer.

Deswegen auch hier mal die Vergleichsbilder von früh pikierten und spät pikierten Chilis anhand der Sorte 3.

Sorte 3

Sorte 3 , links die spät pikierte und rechts die früh pikierte Chili

Vom Oberirdischem Wuchs waren sich beide sehr ähnlich – der wirkliche Unterschied zeigte sich im Wurzelbild.

Sorte 3 Wurzeln

Die früh pikierte (rechts) hatte mehr Wurzeln und auch schon einen wirklichen Wurzelballen, wärend die spät pikierte Chili noch recht wenige Wurzeln hatte.

Von jeder Sorte hat jetzt jeweils eine früh pikierte und eine spät pikierte den Weg in einen 12 Liter Topf, gefüllt mit Premium-Kokossubstrat von Romberg, gefunden. Außer bei Sorte 1, da waren die früh pikierten so vom Sonnenbrand gebeutelt, dass ich mich entschlossen hatte 2 Pflanzen in einen Topf zu setzen.

Jetzt stehen die Töpfe vorerst erhöht draußen, da ich im Moment Angst habe dass auch noch Schnecken sich an ihnen vergreifen – davon sind dieses Jahr ja auch sehr viele Unterwegs. Dort dürfen die Chilis erst mal etwas weiterwachsen bevor sie an ihren endgültigen Platz kommen.

In vier Wochen könnt ihr hier hoffentlich einen etwas positiveren Bericht lesen, dann werden die Pflanzen auch zum ersten Mal gedüngt.

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1 Kommentar

Turbo Chili 4 - es geht weiterDiese Rombergs 04.07.2014 - 07:49

[…] wieder sind 4 Wochen vergangen, in denen sich die Chili-Pflanzen nach dem letzten Umtopfen in ihren 12 Liter Töpfen sichtlich gut eingelebt haben. Hier mal ein kleiner Einblick wie sie im […]

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