Romberg, Foto: pixabay

Mexikanische Dreimasterblume – Lila Look fürs Blumenfenster

von Christine
Mexikanische Dreimasterblume

Foto: Christine Schonschek – Je heller die Mexikanische Dreimasterblume steht, umso kräftiger bildet sie ihren purpurroter Farbton aus.

Sie war ein Mitbringsel aus einem Urlaub auf den Kanaren – aus dem einst kleinen Steckling hat sich eine recht beachtliche Pflanze entwickelt. Die Rede ist von der Mexikanischen Dreimasterblume (Tradescantia pallida purpurea). Wie ihr Name schon sagt, stammt sie ursprünglich aus Mexiko. Entsprechend mag es diese Pflanze gern sonnig und trocken. Frostige Temperaturen verträgt sie nicht, aber die wärmeliebende Tradeskantie kann in unseren Breiten im Haus an einem sehr hellen Platz überwintern. Ich mag sie als Zimmerpflanze sehr gern, weil sie recht pflegeleicht ist, durch ihre ungewöhnliche lila Farbe besticht und relativ schnell wächst.

Letztes Jahr hatte ich die damals noch deutlich kleiner Pflanze an einem etwas dunkleren Platz im Haus überwintert. Das quittierte sie damit, dass die purpurne Farbgebung verloren ging. Denn wenn das Rotblatt, wie sie auch genannt wird, zu wenig Licht abbekommt, dann verfärben sich Stängel und Laub immer mehr ins grünliche. Aber keine Sorge, das ändert sich wieder. Außerdem neigen dann die Triebe zum Vergeilen. Also hat unser mittlerweile stattliches Exemplar diesen Winter einen helleren Standort bekommen. Und siehe da, nicht nur dass sie nun deutlicher ihre Farbe behalten hat, sie bringt immer wieder mal ihre zwar sehr kleinen aber wunderschönen Blüten hervor. Diese heben sich durch ihren deutlich helleren Farbton deutlich vom dunkleren Laub ab. Und beim noch genaueren Hinschauen, kann man feine Härchen auf der Oberfläche der Blätter entdecken.
Ab Mai, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, darf die nicht winterharte purpurblättrige Dreimasterblume nach draußen. Verwenden lässt sie sich im Balkonkasten – eventuell als Alternative zur Pelargonie. Weil die lila Tradeskantie irgendwann anfängt ihre Triebe überhängen zu lassen, ist auch eine Hängeampel ein guter Platz für sie. In frostfreien Klimazonen kann die Blattschmuckpflanze auch gut als Bodendecker verwendet werden.

Blüte Mexikanische Dreimasterblume

Foto: Christine Schonschek – In der Nahaufnahme wirkt die kleine pinke Blüte der purpurblättrigen Dreimasterblume gar nicht so unscheinbar.

Pflegeleicht

Was die Pflegemaßnahmen anbelangt, sind Einsteiger mit dem Rotblatt gut bedient. Das wichtigste ist ein voll sonniger Standort. Im jungen Stadium benötigt die Pflanze zunächst etwas mehr Wasser, um richtig durchwurzeln zu können. Aber Staunässe sollte auch dann schon vermieden werden. Danach sollte nur noch spärlich gegossen werden, denn die purpurblättrige Dreimasterblume verträgt keine Staunässe. Die Erde darf zwischen den einzelnen Wassergaben gerne zur Hälfte abtrocknen. Wer einen buschigen Wuchs wünscht, bricht einfach die Triebspitzen der Tradeskantien regelmäßig aus. Im Sommer wird das Mitglied aus der Familie der Commelinagewächse alle zwei bis drei Wochen gedüngt oder mit einem Langzeitdünger versorgt.

Vermehrung

Eine Vermehrung kann über Kopfstecklinge erfolgen. Alle, die es etwas üppiger mögen, können gleich mehrere Triebknospen abknipsen – es geht aber auch mit nur einem Steckling. Ich hatte auch nur einen und das Ergebnis ist beachtlich. Der Steckling wird in einen Blumentopf gesteckt. Als Anzuchtsubstrat kann Kokoserde (weil sie  gut wasserdurchlässig ist) oder eine Mischung aus Sand und Blumenerde verwendet werden. Um besser sehen zu können, wie weit die Bewurzelung schon ist, können die Kopfstecklinge auch in ein mit Wasser gefülltes Glas gestellt werden. Die Stecklinge können eingetopft werden, sobald die Wurzeln ungefähr drei Zentimeter lang sind. Als Pflanzsubstrat kann das oben beschriebene verwendet werden. Da die Dreimasterblume eben recht üppig wächst, kann man sie nahezu jedes Frühjahr in einen neuen, größeren Topf umgepflanzt werden.

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4 Kommentare

Anne 27.08.2019 - 14:39

Vielen Dank für den ausführlichen Artikel über die mex. Dreimasterblume. Habe mir im Februar aus Mexiko einen kleinen Ast mitgebracht und nun ist schon ein prächtiger Bumentopf daraus geworden. Macht viel Spaß beim Wachsen wortwörtlich zuzusehen. Hatte auch schon die Idee sie nächstes Jahr in Bumenkästen zu pflanzen als Alternative der einheimischen Pflanzen. Durch Ihren Artikel bin ich darin bestätigt worden und habe auch zur Überwinterung Infos erhalten.
Weiterhin alles Gute und viele Grüße
Anne

Antworten
Christine
Christine 30.08.2019 - 10:38

Liebe Anne,
Dankeschön für den netten Kommentar und weiterhin viel Freude mit der mexikanischen Dreimasterblume wünscht,
Christine

Antworten
Petra 29.10.2019 - 05:43

Hallo🙋
Ich habe mir einen Steckling aus Rom mitgebracht, den habe ich im Moment im Wasser stehen damit er Wurzeln bildet. Nur meine Frage: Kann ich den Steckling auch in Orchideensubstrat pflanze?

Antworten
Gartenblogger 19.11.2019 - 07:35

Hallo Petra,
besser wäre es, wenn du den Stecklig in Anzuchtsubstrat pflanzt. Dieses ist im Regelfall nur ganz mild aufgedüngt und der Steckling findet dort einen optimalen Nährboden.

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