Romberg Gartenblog, Foto: pixabay

Artischocken aussäen im Zimmergewächshaus BoQube S

von Christine

Für mich bedeuten Artischocken (Cynara cardunculus var. scolymus) immer ein wenig mediterranes Lebensgefühl. Überhaupt sind Disteln an sich wunderschöne Pflanzen. Um das Gourmetgemüse auch in den heimischen Garten zu bringen, werden sie am besten im Februar oder März ausgesät. Dafür eignet sich das Zimmergewächshaus BoQube S ganz gut. Worauf zu achten ist und was es zur Artischocke zu berichten gibt, erfährst Du hier.

Licht und Luft

Aufgrund seiner kompakten Größe passt das Anzuchthaus auf jedes noch so kleine Fensterbrett. Und ausreichend Licht ist nun mal das A und O bei der Jungpflanzenanzucht. Alternativ kann der kleine Anzuchtkasten aber auch in den Home Garden gestellt werden, um genügend Licht abzubekommen. Ganz locker finden acht Kokos-Quelltabletten im BoQube S Platz und haben dabei noch genügend Abstand zueinander. Für die ausreichende Luftzufuhr sorgen die im Deckel befindliche seitliche Aussparung zum Gießen sowie der oben angebrachte Drehregler.

Romberg Blog, Foto: Christine Schonschek

Ideal für kleinere Anzuchtvorhaben im Zimmergewächshaus: BoQube S. Für alle, die ein bisschen „mehr“ möchten, gibt es die graue Schale auch mit grünem „Designring“.

Aussaat im BoQube S

Für die Aussaat von Artischocken sollte nur neues, keimfähiges Qualitätssaatgut verwendet werden. Weiter unten folgen noch ein paar Infos zu verschiedenen Sorten. Bevor es mit der Aussaat los geht, ist es ratsam, die Samenkörner der Artischocke für rund zwei bis drei Stunden in lauwarmes Wasser einzuweichen. Danach werden die Kokos-Quelltabletten mit zimmerwarmem Wasser übergossen. Wenn sie sich damit gut vollgesaugt haben, wird mit einem Pikierstäbchen (wer den großen BoQube hat, kann auch die Pikette verwenden) die schon vorhandene Vertiefung noch weiter eingedrückt. Denn die Saattiefe sollte bei Artischocken ungefähr ein bis zwei Zentimeter betragen. In jede Vertiefung gibt man ein Samenkorn und bedeckt dieses mit Hilfe des Pikierstabs oder der Pikette mit Substrat. Damit man später auch noch weiß, was in welchem BoQube S wächst, muss das Ganze notiert werden. Das anthrazitfarbene Modell eignet sich super, um mit einem Kreidestift das Saatgut und den Aussaattermin drauf zu schreiben. Beim cremefarbenen geht das auch, man braucht dann halt eben dunkle Kreidefarbe. Danach ist es wichtig, dass das Substrat immer gleichmäßig feucht bleibt. Das geht auch ohne den Deckel abzunehmen, dank der seitlichen Gießöffnung. Artischocken benötigen zum Keimen Temperaturen zwischen 18 bis 25 Grad Celsius. Somit ist das kuschelig warme Wohnzimmer oder Büro genau der richtige Platz. Vorausgesetzt, es ist dort hell genug, falls nicht, kann ja, wie eingangs erwähnt, der LED-Zimmergarten Home Garden zum Einsatz kommen. Nach rund zwei bis drei Wochen sollten die jungen Sämlinge schon zu sehen sein.

Wissenswertes zur Artischocke

Die Artischocke ist eine mehrjährige Distelpflanze, die im Hausgarten vor allem durch ihren hohen Zierwert begeistert. Das Gourmetgemüse ist schon vor der Blüte durch seine gelappten und, je nach Sorte, blaugrauen bis graugrünen Blätter ein Blickfang. Das wird noch getoppt, wenn  später grüne und purpurne Blütenknospen zu sehen sind. Die Pflanze braucht aber viel Platz. Sie erreicht Wuchshöhen von einem bis zwei Meter und wird etwa einen Meter breit. Die blauvioletten Blüten erscheinen ungefähr ab Juli/August.

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Die Artischocke schmeckt nicht nur fein, sondern ist in voller Blüte auch ein echter Augenschmaus!

Pflanzen und Ernten

Wie auch Tomaten dürfen Artischocken erst nach den Spätfrösten ab Mitte Mai ins Freiland gepflanzt werden. Sie benötigen einen tiefgründigen, lehmigen und gut mit Kompost oder Stallmist vorbereiteten Boden. Ein guter Platz für die frostgefährdeten Pflanzen ist eine warme Südlage am vollsonnigen Standort. Da Artischocken zu den Starkzehrern zählen, sollten sie regelmäßig gedüngt werden. Bei guten Bedingungen kann bereits im ersten Jahr geerntet werden. Das kann erfolgen, wenn die Knospen schon ausreichend groß aber noch geschlossen sind. Sobald die Schuppen beginnen sich zu öffnen und sich die Blütenköpfe sich purpurrot verfärben sind sie nicht mehr genießbar.

Verschiedene Sorten

Für den Anbau im heimischen Garten empfehlen sich verschiedene Sorten. Die Artischocke Vert de Provence zum Beispiel zeichnet sich durch ihre großen tiefgrünen Blätter und blauen Blüten aus. Die Artischocke Green Globe ist eine frühe Sorte mit schöner runder Form und einer gleichmäßigen Erntereife. Die Sorte Grüne von Laon ist eine samenfeste Sorte. Sie stammt aus der Stadt Lao im Norden Frankreichs und wird daher auch Vert de Laon genannt. Um eine traditionelle italienische Artischocken-Sorte handelt es sich bei der Violetto di Chioggia. Sie bringt lila-grüne Blütenknospen hervor. Disteln sind bekanntlich als sehr pieksig bekannt. Ähnlich wie bei Brombeeren geht es aber auch welche mit dornenlosen Stielen, wie etwa die Orlando F1.

Romberg Gartenblog, Foto: Christine Schonschek

Artischocken lassen sich auch in heimischen Gefilden leicht im Zimmergewächshaus anziehen.

Überwintern

Da Artischocken nicht frosthart sind, müssen sie im Winter geschützt werden. Dazu werden im Spätherbst, wenn sich die Blätter gelb verfärben, die Blütenstengel dicht über dem Boden abgeschnitten. Die umstehenden Blätter werden lose zusammengebunden. Um Kälteschäden zu verhindern, gibt man eine Lage lockeres Stroh darüber und deckt es mit Erde zu.

Und du? Wäre die Artischocke nicht ein schönes neues Anzucht-Projekt ;-)?

Deine Christine

 

 

 

 

 

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