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Blumenzwiebeln im Glas oder Vase

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Foto: Christine Schonschek – Zutaten für ein frühlingsfrisches Blumenzwiebel-Arrangement.

Jetzt lassen sich blumig frische Frühlingsboten ins Haus holen. Besonders schön finde ich es, wenn man beobachten kann, wie Blumenzwiebeln austreiben. Und zwar nicht nur zuschauen, wie sich die Blüten entfalten, sondern auch das filigrane Wurzelwerk, welches sonst unter der Erde versteckt ist.

Alles, was man dazu braucht, sind ein paar vorgetriebene Blumenzwiebeln – Tulpen, Narzissen, Krokusse, Traubenhyazinthen oder ähnliches. Sie sind aktuell im Topf vielerorts erhältlich. Daneben benötigt man noch eine Vase oder ein anderes Glasgefäß sowie Kieselsteine.

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Foto: Christine Schonschek – Die Blumenzwiebeln werden vorsichtig aus dem Topf mit Erde ausgetopft.

Weil ich ihre fröhlich gelbe Farbe so gern mag, hab ich mich für Narzissen entschieden. Zu diesen beliebten Frühblühern später noch ein paar Worte mehr. In meinem Fall waren die Zwiebeln sogar schon ausgetrieben. Das nenne ich mal Instant Gardening. Wer noch ein bisschen mehr beobachten will, sollte ruhig zu Blumenzwiebeln greifen, die lediglich grüne Spitzen zeigen.

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Foto: Christine Schonschek – Die Blumenzwiebeln werden vorsichtig aus dem Topf mit Erde ausgetopft.

Ehe die Blumenzwiebeln ins Glas umziehen konnten, habe ich sie erst einmal vorsichtig ausgetopft und gründlich von der Erde befreit. Dazu kann man einen weichen Lappen verwenden und anschließend noch die Zwiebeln einfach in einer Schale mit Wasser tauchen bis die Erde abgewaschen ist.

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Foto: Christine Schonschek – Kiesel oder anderes grobes Dekomaterial ins Glas geben.

Im nächsten Schritt geht es an die Dekoration. Dazu habe ich ein paar helle Kieselsteine ins Glas gegeben. Alternativ könnte man als Bett für die Zwiebeln auch Muscheln, bunte Glasnuggets, Tonkugeln, Lavasplitt oder ähnliches verwenden. Doch ich hatte im Moment nur die hellen Kiesel greifbar. Zudem wirkt damit das Arrangement besonders natürlich, wie ich finde.

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Foto: Christine Schonschek – Blumenzwiebel auf die erste Lage der Steine geben.

Nachdem ich die Zwiebeln nach meinen Vorstellungen im Glas arrangiert hatte, gab ich noch ein paar Steine oben drauf beziehungsweise dazwischen. Denn das Ganze soll ja eine gewisse Standfestigkeit haben. Danach goß ich Wasser in das Glas. Natürlich nur so viel, dass das Wasser nur bis zu den Wurzeln reicht. Das heißt, die Zwiebeln selber sollen nicht im Wasser stehen. Sie mögen bekannter Weise ja keine Staunässe. Ein sonniges Plätzchen gefällt den Blumenzwiebeln im Glas vor allem dann gut, wenn sie noch nicht ganz ausgetrieben sind.

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Foto: Christine Schonschek – Im Glas sollte das Wasser nicht die Blumenzwiebeln selbst bedecken.

So ein mit Blumenzwiebeln bepflanztes Glas ist, mit einer bunten Stoffschleife versehen, auch ein nettes Geschenk oder eine hübsche Tischdeko. In dem Fall ist es dann sinnvoll, wie auch auf meinen Fotos zu sehen, bereits fertig ausgetriebene Narzissen oder auch Tulpen und Co. zu verwenden.

Nach dem Verblühen sollte das Grün noch so lange an der Zwiebel bleiben bis es verwelkt ist. Danach kommen die Zwiebeln natürlich nicht in den Kompost, sondern in den Garten oder einen Balkonkasten. Am besten wäre ein Platz mit lockerer, durchlässiger Erde. Bei der Balkonkastenvariante würde ich die Zwiebeln den Winter über nicht ungeschützt im Freien stehen lassen, sondern sie wieder ausgraben und für acht Wochen im Gemüsefach des Kühlschranks lagern. Beschriftet versteht sich, damit sie nicht im Kochtopf landen. Anschließend kann das oben beschriebene Prozedere erneut vorgenommen werden. Alternativ kann man sie auch im Blumenkasten belassen. Dann aber sollte man sie vor dem Durchfrieren schützen. Am besten wäre ein überdachter Platz sowie etwas Reisig als Frostschutz.

So, nun noch ein paar Worte zu Narzissen: Die gelb blühenden Zwiebelblumen werden landläufig auch Osterglocken genannt. Es gibt aber auch Arten, die nicht an Ostern, sondern an Weihnachten blühen. Außerdem gibt es bei den Narzissen auch andere Blütenfarben und zum Teil welche mit mehrfarbigen Blüten. Weitere Blütenfarben sind neben dem klassischen Gelb, Weiß, Creme, Apricot, Rosa und Orange. Übrigens, ist die „gefüllt blühende Narzisse“ von der Agentur iBulb zur Blumenzwiebel des Jahres gekürt worden. Eine hübsche Besonderheit ist etwa die ‘Frostbite‘. Diese halbgefüllte Narzisse ist mit ihren weiß gekräuselten Blütenblättern ein echter Hingucker. Eine andere Besonderheit, die pastellgelbe ‚Mary Poppins‘ sieht ganz anders aus und ist durch eine Facebook-Umfrage an ihren Namen gekommen. Denn der niederländische Blumenzwiebel-Profi Carlos van der Veek hat sie als Sämling von einem Narzissen-Liebhaber bekommen und dann seine Facebook-Freunde nach Namensvorschlägen befragt. Als erster und zutreffender Vorschlag kam Mary Poppins. In der Tat erinnert die Blüte an den wehenden Rock des englischen Kindermädchens.

Übrigens, Narzissen machen auch in der Vase eine gute Figur. Van der Veek rät: „Vor allem Duftnarzissen, aber auch alle anderen Sorten, eignen sich als Schnittblumen sehr gut.“ Doch ehe man sie zusammen mit Tulpen oder anderen Blumen in die Vase gibt, sollten sie vorher ein paar Stunden alleine in Wasser zum „Ausbluten“ stelhen. Danach sollten die Stiele zwar nochmal abgespült, aber auf keinen Fall nochmal angeschnitten werden.

Narzissen, Blumenzwiebeln, Frühling, Ausflugstipp

Foto: Christine Schonschek – Auf der Misselblumenwiese am Ortsrand von Misselberg wachsen zahlreiche wilde Zwergnarzissen.

Noch ein Ausflugstipp, für alle, die ein Faible für Narzissen haben. In Misselberg im Rhein-Lahn-Kreis blühen im März / April mehrere tausend „Misselblumen“, wie sie in Anlehnung des Ortes genannt werden. Diese wildwachsenden Zwergnarzissen stehen selbstverständlich unter Schutz. Das heißt, sie dürfen nicht gepflückt oder ausgegraben werden. Aber Fotografieren ist erlaubt.

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