DSC_0582

Zwischenbericht aus dem Kleingarten

Die erste Jahreshälfte ist um, davon vier Monate gefüllt mit Gartenarbeit.

Es hat nicht so besonders angefangen in diesem Jahr. Der Frühling war kühl und sonnenarm. Meine erste Aussaat, Dicken Bohnen, wollte gar nicht aus der Erde raus. Die Tulpen haben es auch nicht eilig gehabt und überhaupt, die ganze Natur war bis Mitte April noch im Winterschlaf. Aber dann kam die Sonne über mehrere Tage raus und plötzlich war der Frühling da – zwar kein Bilderbuch-Frühling, immer noch etwas unterkühlt, aber er war da. Und eines Tages, ich hatte die Hoffnung schon verloren, waren auch meine Dicke Bohnen da! In wenigen Tagen wird geerntet. :-)

Dicke Bohnen

In diesem Jahr haben mir ordentlich Schädlinge zugesetzt.

Erst waren Erdflöhe auf meinem Sauerampfer. Hunderte haben auf den Blattunterseiten Eier gelegt, die in wenigen Wochen zu gefräßigen Larven wurden und Blatt für Blatt versuchten meinen Sauerampfer aufzufressen. Aber nix da! Ich war schneller! Ich habe einfach das komplette Grün abgeschnitten und hoffe nun dass die Erdflöhe nicht wieder kommen. Erdflöhe knabbern auch gerne an Radieschen; glücklicherweise habe ich den Großteil vor den Flöhen gerettet, bzw: gegessen 😉

Dann kam die Zeit der schwarzen Läuse. Von einem Tag auf den anderen waren Bohnen, Kamille und Mutterkraut komplett schwarz. Die Läuse habe ich mittels Wasser und etwas Spülmittel in den Läusehimmel befördert. Gute zwei Wochen habe ich nach neuen Kolonien gesucht.

Dafür sind die Nacktschnecken deutlich weniger geworden. In früheren Jahren habe ich auf meinen Schneckenfallen (Bretter zwischen den Gemüsebeeten) täglich mehrere pro Brett gefunden, in diesem Jahr sind es nur wenige in den Ecken. So haben es alle meine Kopfsalate geschafft fast ohne Fressschäden groß zu werden. Man waren sie lecker! So eine gute Ernte hatte ich schon seit Jahren nicht mehr. Mehrere Wochen lang stand bei mir täglich Salat auf der Speisekarte.

Kopfsalat

Rote Bete

ChiliIn diesem Jahr habe ich, weil im Hochbeet ausgesät, endlich mal Rote Bete und Wurzelpetersilie. Der Boden war sonst immer zu fest für Wurzelgemüse. In diesem Jahr hat es auch relativ gut mit den Zwiebeln geklappt. Im Gewächshaus haben sich auch die Chili gut entwickelt – in Kürze werde ich die Ersten pflücken. Ich hoffe auf viele Scovilles 😉

 

Ansonsten kommen bald Zucchini, Bohnen und Gurken auf den Tisch. Ich freue mich auch auf die weiße Johannisbeere, Himbeeren und Kirschen. Wenn es soweit ist, muss ich mich sehr beeilen, da die Tiere in meinem Garten ja auch Anspruch auf mein Obst erheben. Die Erdbeeren teile ich seit Tage mit einer, oder mehreren, Drosseln. Mittlerweile beäugen sie den Kirschbaum, was mich überhaupt nicht wundert, denn den beäuge ich auch, sie sind schon fast reif.

Zucchini

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>