Tomaten in einem blauen Sieb

Tomaten selber anbauen: Tomaten ernten und verarbeiten

Frisch geerntete Tomaten schmecken einfach am besten. Wir zeigen dir, wie du sie selbst anbauen kannst – im Garten und auf dem Balkon. Teil 4: Tomaten ernten und verarbeiten.

Rote Tomaten der Sorte Ruthje

Ruthje genießt die Sommersonne auf dem Balkon.
© Melanie Öhlenbach / Kistengrün

Auch wenn ich über anhaltende Sommerhitze stöhne: Den Tomaten auf dem Balkon ist sie gut bekommen – auch weil ich sie jeden Tag ausreichend gegossen und regelmäßig mit Flüssigdünger versorgt habe.

Die Mühe hat sich gelohnt: Die Tomaten in den Kisten sind eifrig gewachsen und haben mich an Länge überragt. Die Ampeltomate ist schön buschig geworden, blieb aber insgesamt niedrig und hat sich in die Breite weit verzweigt. Meine Sorge, dass sie abbrechen könnte, war zum Glück unbegründet – selbst seit sie zahlreiche Früchte trägt.

Ampeltomate

Die Ampeltomate hat sich sehr gut entwickelt. :-)
© Melanie Öhlenbach / Kistengrün

Diese reifen jetzt herrlich heran, so dass ich jeden Tag eine Handvoll Tomaten ernten kann. Jetzt kann man auch die unterschiedlichen Sorten gut erkennen: Die Tomaten der Ampeltomate sind blass-rot. Die Cocktailtomaten Ruthje trägt runde, rote Früchte. Die der Black Cherry haben eine eher dunkelviolette Färbung. Orangefarbene Früchte trägt sowohl die Wildtomate Aurantiacum als auch die gelbe Rispentomate. Der Unterschied zeigt sich in der Form: Die Wildtomaten sind rund, die anderen zylinderförmig.

Ich hoffe, deine Tomaten haben sich auch so toll entwickelt und du kannst jetzt die Früchte deiner monatelangen Arbeit genießen und reichlich ernten!

Reife Tomaten erkennen

Doch woran erkennt man eigentlich, dass Tomaten reif sind, wirst du dich jetzt fragen. Eine nicht ganz unbegründete Frage – vor allem wenn du Tomaten anbaust, die nicht rot werden. Es gibt ja auch viele andere Sorten, deren Früchte orangefarben, schwarz oder gelb-grün gestreift sind!

Gelbe und grüne Rispentomaten

Die Gelben Rispentomaten sind noch nicht alle reif.
© Melanie Öhlenbach / Kistengrün

Hier sind ein paar Tipps:

  • Als reif gelten Tomaten, wenn sie ihre eigentliche Farbe vollständig angenommen haben, also komplett durchgefärbt sind und keine grüne Stellen mehr haben.
  • Bei vielen Sorten wird zudem die Frucht weich und die Haut gibt nach, wenn du die Tomate ganz vorsichtig drückst.
  • Oftmals lassen sich die Früchte auch recht leicht vom Strauch pflücken. Die Black Cherry ist hier ein bisschen die Ausnahme. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie sich doch sehr ungern von der Pflanze trennt.

Unreife Tomaten solltest du nicht verzehren: Sie enthalten Solanin – und das ist giftig! Aber keine Sorge, wenn du aus Versehen eine grüne Tomate gepflückt hast. Du musst sie nicht entsorgen. Lass sie einfach ein paar Tage liegen, dann reift sie von alleine nach.

Rezepte mit Tomaten

Reife Tomaten haben ein tolles Aroma. Auf dem Weg in die Küche verschwinden schnell mal zwei, drei Früchte, weil sie so lecker schmecken. Cocktailtomaten sind ja so klein und handlich, dass sie mit einem Haps im Mund verschwinden!

Tomatensalat

Schnell und lecker: Tomatensalat!
© Melanie Öhlenbach / Kistengrün

Kleine Früchte esse sie ich am liebsten pur – zum oder auf dem Abendbrot. Bei größeren Mengen bereite ich auch einen einfachen Tomatensalat mit Basilikum und Pinienkernen zu. Fleischtomaten schmecken auch herrlich als Bruschetta oder als Caprese mit Basilikum und Mozzarella! Darüber hinaus kannst du große Tomaten füllen, grillen und schmoren. Fruchtige Sorten lassen sich gut als Pizza-Belag verwenden.

Du kannst Tomaten auch auf vielfältige Weise haltbar machen, indem du sie im Backofen oder einem Dörrautomaten trocknest oder zu Ketchup, fruchtiger Konfitüre, Saft, Suppe und Soße verarbeitest.

Denn frisch halten sich reife Tomaten oft nur wenige Tage. Im Kühlschrank solltest du sie übrigens nicht aufbewahren: Durch die kühlen Temperaturen verlieren sie an Aroma.

In diesem Sinne: #machwasdraus!  – und guten Appetit!

Melanie_Tomaten-ernten

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