Windskaten

Die Stadtgärtner vom Tempelhofer Feld

Früher donnerten hier Flugzeuge entlang, heute ist es ruhig und grün: Auf dem Allmende-Kontor des Tempelhofer Felds in Berlin genießen Stadtgärtner die Natur.

2008 wurde der Betrieb des Flughafens Berlin-Tempelhof eingestellt, zwei Jahre später durfte die riesige Grünfläche genutzt werden. Seitdem ist hier Berlins größter Stadtpark, der bei schönem Wetter von Tausenden besucht wird. Auf den früheren Start- und Landebahnen kann man skaten, radeln oder windskaten.

Windskaten

Am östlichen Ende, Richtung Neukölln, haben sich Stadtgärtner zusammengetan, die laut eigenen Angaben 300 Hochbeete bewirtschaften. Dazwischen stehen unzählige Bänke. Hier kann man gut herkommen, um zu lesen oder Freunde zu treffen und in der Sonne zu dösen.

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Kinder

Das Besondere an diesem Ort ist die Weite, und das mitten in der Stadt. Und das Improvisierte: Jeder kann hier nach Lust und Laune ein Beet zusammenbasteln. Das Ergebnis ist oft trashig, charmant und witzig. Und meistens funktional. Wer aus Sperrmüll Beete bauen will, kann sich hier super inspirieren lassen.

Eine ältere Dame erzählte mir, dass in Neukölln und Kreuzberg, wo sie aufgewachsen ist, schon in den 1950er Jahren überall sogenannte „Kartoffelmieten“ standen. Also kleine Verschläge, in denen die Leute Gemüse anbauten. Damals oft aus Armut und Not heraus. Heute kann man zwar alles auf dem Markt oder im Laden kaufen. Aber ist es nicht eigentlich Luxus, mitten in der Stadt sein eigenes Gemüse zu ernten?

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Der Berliner Senat plant, den Rand des Geländes zu bebauen: Unter anderem mit Eigentumswohnungen in zehn Stockwerke hohen Gebäuden. Momentan kämpft eine Bürgerinitiative für den Erhalt der gesamten Fläche. Am 25. Mai gibt es einen Volksentscheid zu diesem Thema.

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