Hier sieht es aus, wie im Blumenladen! Foto: Petra A. Bauer 2018

Petras Gartenkolumne: Auspflanzen oder nicht – das ist hier die Frage

Hier sieht es aus, wie im Blumenladen! Foto: Petra A. Bauer 2018

Hier sieht es aus, wie im Blumenladen! Foto: Petra A. Bauer 2018

In unserem Wintergarten sieht es derzeit aus, wie in einem Blumenladen: Vorgezogene Gladiolen, Dahlien, Salat, Tomaten, Mais, Cosmeen und Ranunkeln drängeln sich mit gekauften Pflanzen, die schon in voller Blüte stehen. Und da es sich bei Sonnenschein hier unter Glas ziemlich aufheizt, bin ich gefühlt nur am Gießen.
In jedem Jahr stehen wir Hobbygärtner vor dem gleichen Problem: Auspflanzen oder nicht? Bei den winterharten Gewächsen stellt sich die Frage natürlich nicht, und bis vor einigen Jahren konnte man sich für die anderen Pflanzen gut an den Eisheiligen orientieren, über die ich hier auch schon schrieb. Aber erstens fand ich Mitte Mai immer schon zu spät und zweitens war es dann zwar ein wenig kühler, aber Pankratius, Servatus und Bonifazius brachten schon seit  2015 keinen Frost mehr. Was sich mit dem Mangel an Schnee, Mücken und Wespen seit drei Jahren deckt – zumindest in unserem Ortsteil.
Ranunkeln, Holunder, Glockenblumen, Dipladenien. Foto: Petra A. Bauer 2018

Ranunkeln, Holunder, Glockenblumen, Dipladenien. Foto: Petra A. Bauer 2018

Zunächst habe ich also die selbst gezogenen Pflanzen VOR den Wintergarten gestellt – natürlich nicht, ohne vorher das iPhonewetter zu den Nachttemperaturen zu befragen. Aber wenn ich am 22. April nachts ohne Jacke im Außenbereich einer Cocktailbar sitzen kann, ohne zu frieren, mache ich mir ohnehin keine großen Sorgen. Und falls Väterchen Frost wider Erwarten doch noch um die Ecke guckt, gibt es Gartenvlies und Noppenfolie, basta!
Unser Wintergarten und das linke Hochbeet. Foto: Petra A. Bauer 2018

Unser Wintergarten und das linke Hochbeet. Foto: Petra A. Bauer 2018

Also habe ich tatsächlich meinen Bantam-Mais* schon ausgepflanzt. Den könnt ihr hinten links im Hochbeet hinter der blauen Kugel sehen. Dort soll eine „Three Sisters„-Ecke entstehen. Wer das nicht kennt: Mais wächst quasi als Rankgerüst für Bohnen, ein Kürbis dient dazu Schatten zu spenden und die Feuchtigkeit im Beet zu halten.
 *Bantam-Mais ist nicht gentechnisch verändert. Etwas anderes kommt mir nicht in den Garten!
Ranunkeln (gekauft und vorgezogen), Pflücksalat, Schmuckkörbchen und diverse Kräuter tummeln sich auch schon in den neuen Beeten. Nur warten ausgerechnet die Geranien für die Balkonkästen und die Dipladenien für die Kübel noch auf ihren Einsatz. Einfach, weil ich es verpeilt habe, dafür gute Erde zu kaufen. Auch der Steinbrech blüht noch drinnen, weil ich ihn z.T. in die Randbeete des Gartens pflanzen möchte, bei denen jedoch die Betonarbeiten (und die Giersch-Entfernung …) noch nicht abgeschlossen sind. Und mir ist noch immer kein Platz für die drei (inzwischen blühenden) Holunderbüsche eingefallen. Erwähnte ich es? Vermeintlich einen gekauft und drei bekommen … Da heißt es wohl #mach(t)wasdraus!
Das wird sich also finden, und so lange erfreue ich mich weiterhin am Blumenladenfeeling.
Text und Fotos: Petra A. Bauer 2018

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