Gosia_Frühlingsblumen

Oktober – Zeit die schönsten Zwiebelblumen zu pflanzen

Was wäre der Frühling ohne die Tulpen, Narzissen und Hyazinthen? Ich kann es mir gar nicht vorstellen. Was für eine Freude empfindet der Gärtner, wenn er den ersten blühenden Krokus in seinem Garten findet. Und der Gärtner ist nicht der einzige. Auch die Bienen und Hummeln freuen sich auf die erste Mahlzeit. Die Krokusse bieten den Insekten eine Menge Nektar und Pollen. Zwiebelblumen sind meist sehr robust gegenüber Krankheiten und auch pflegeleicht. Einmal gepflanzt blühen sie Jahr für Jahr wieder. Etwas Komposterde reicht als Düngung, nur zu viel Wasser schädigt die Zwiebel.

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Tulpen

Die Tulpen wurden im 16. Jahrhundert aus der Türkei nach Europa gebracht. Sie waren so teuer, dass sie zu Spekulationsobjekten wurden. Glücklicherweise sind die Zeiten vorbei ;-).

Da sie aus dem Orient stammen, lieben sie die Sonne und durchlässige und relativ trockene Standorte. Sie eignen sich für sonnige Blumenbeete oder Steingärten, feuchte Ecken mögen sie gar nicht. Daher sollte der Standort sorgfältig ausgesucht werden.
Sollte man keinen passenden Standort haben, muss man auf Tulpen trotzdem nicht verzichten. Große Blumentöpfe oder Schalen eignen sich auch sehr gut zum einpflanzen. Sie haben dabei sogar den Vorteil, dass man sie nicht sehr oft gießen muss. Im Winter müssen sie vor zu großer Kälte geschützt werden.

Nach der Blüte soll gewartet werden, bis die Blätter welk sind, erst danach werden sie abgeschnitten.

Große Sorten werden ca. 15 cm tief gepflanzt, kleine 10 cm. Wer festen Boden hat, sollte etwas Sand unter die Zwiebel geben, damit überflüssiges Wasser schnell abfließen kann.

Tipp: Es wird oft beobachtet, dass die Tulpen vom Vorjahr nicht mehr kommen, Schuld ist hier in den meisten Fällen zu viel Regen im Sommer. Deshalb buddeln manche Gärtner ihre Zwiebeln nach der Blüte raus, um sie im Herbst wieder einzupflanzen. Achtung: die Zwiebeln sind für Menschen giftig!

Narzissen

Narzissen, auch Osterglocke genannt, sind in den südwestlichen Regionen von Europa und Nordafrika beheimatet. Die meisten sind gelb, es gibt aber auch die weiße, duftende Dichter-Narzisse. Die ersten blühen bereits im Februar, vorausgesetzt es gibt keinen Schnee.
Die Osterglocken gibt es in verschiedenen Größen, von 5 cm bis 80 cm, dementsprechend sind die Zwiebeln unterschiedlich groß. Pauschal wird gesagt, das Pflanzloch sollte etwa zwei Mal so tief sein wie die Zwiebel hoch ist. Narzissen mögen ähnlich wie Tulpen einen durchlässigen Boden. Die ganze Pflanze ist giftig. Sie eigen sich sehr gut als Schnittblumen für die Vase. Frisch geschnitten halten sie mehrere Stunden ohne Wasser.

Die ganze Vielfalt ist hier zu sehen: http://www.botanik-bochum.de/pflanzenbilder_Narzissen.html

Krokusse

Die Krokusse sind eine der ersten Blumen im Frühjahr, die als Futterpflanze für Insekten dienen. Kaum ist eine Blüte auf, sitzt eine Hummel oder eine Biene darauf und sammelt fleißig Nektar und Pollen. Die Blüte-Zeit erstreckt sich je nach Sorte von Ende Februar bis Mai.

Es gibt Sorten, die eignen sich sehr gut zum verwildern. Man pflanzt sie in Gruppen im Rasen, ca. 5 cm tief. Bis der Rasen das erste Mal gemäht wird, sind sie bereits verblüht.

Solche Rasenflächen findet man oft in Parks. Der berühmteste Krokus-Park in Deutschland befindet sich in Husum. Dort blühen 4 Millionen Krokusse!

Krokusblüte im Husumer Schlosspark

Krokusse sind sehr pflegeleicht, einmal gepflanzt blühen sie in jedem Jahr wieder. Es gibt eine Krokusart, die heißt Safran. Aber nur aus dieser Art wird Safran gewonnen. Ein sehr teures Gewürz!

Krokusse

Krokusse in meinem Garten – Foto © Malgorzata Ackermann

Traubenhyazinthen

Traubenhyazinthen waren schon immer meine Lieblings-Frühlingsblumen!

Sie sind klein, unscheinbar und blau! Wahrscheinlich wegen der Farbe mag ich sie so sehr. Es gibt sie auch in weiß oder pink, die sind nur leider nicht so haltbar. Zumindest in meinem Garten.

Wie andere Zwiebelblumen mögen sie einen durchlässigen Boden, gedeihen gut in voller Sonne, vertragen aber auch etwas Schatten. An einem günstigen Standort vermehren sie sich sehr gut, deshalb eignen sie sich besonders zur Verwilderung.

Gepflanzt werden sie in 7,5 cm Tiefe, einzeln oder in Gruppen. Sehr schön sehen sie aus in einem Steingarten.

Traubenhyazinthen

Traubenhyazinthen sind ideale Begleiter für Primeln – Foto © Malgorzata Ackermann

Tipp: Es gibt noch sehr viele andere Zwiebelblumen, z.B. die Hasenglöckchen, die sich extrem schnell vermehren, sie können eine echte Plage werden. Deshalb nicht uneingeschränkt empfehlenswert! Zudem gibt es den zarten Hundszahn oder die Schachblume. Leider sehr selten zu sehen.

Schneeglöckchen sind auch sehr beliebt. Sie sind auch eine gute Futterquelle für Insekten, leider wollen sie in meinem Garten nicht gedeihen. Ich habe es jahrelang versucht. Genauso lange habe ich versucht die Winterlinge in meinem Garten anzusiedeln. Es ist mir erst gelungen, als ich die kleinen Zwiebeln direkt aus dem Nachbarsgarten in meinen Garten gepflanzt habe. Die Ursache für mein Scheitern war, dass die Zwiebeln sehr schnell austrocknen. Frisch gekauft, haben sie bereits mehrere Tage oder sogar Wochen auf dem Trockenen gesessen. Und das mögen sie überhaupt nicht.

Zusammenfassend: alle Zwiebelblumen haben gemeinsam, dass sie keine feuchten Böden mögen und sie mögen es nicht, wenn man sie in der Ruhezeit stört. Sonst sind sie alle sehr dankbare Frühlingsblumen! Wer keinen Garten hat, kann sie sehr leicht im Blumenkasten kultivieren.

Also, lasst uns den Frühling pflanzen!

 

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