Oh Schreck, ein Schneck!

Oh Schreck, ein Schneck,
der Salat ist weg!
Und Tagetes auch,
mir bleibt nur der Lauch.

:-(

Na ja, es gibt aber auch gute Schnecken. Dazu gehören alle Gehäuseschnecken wie die Weinbergschnecke, aber die sind heute nicht das Thema. Heute geht es um die gefräßigste, häufigste und fieseste  aller Schnecken, die Spanische Wegschnecke!

Seit ich meinen Garten habe, versuche ich alles Mögliche, um meine Pflanzen vor den Nacktschnecken zu schützen. Ich habe schon so ziemlich alles ausprobiert. Die bekannteste Methode ist die Bierfalle. Es heißt, die Nacktschnecken fahren total auf Bier ab. Pustekuchen, ein paar sind schon in die Falle rein getappt, aber von erfolgreicher Schneckenbekämpfung kann nicht die Rede sein. Nur schade um das Bier.

Eine weitere Methode ist das Absammeln. Man sucht die Nacktschnecken in ihren Verstecken. Man findet sie tagsüber überall wo es feucht und dunkel ist, wie zum Beispiel im Komposthaufen, unter den Sträuchern, unter den Blumentöpfen und anderen schattigen Plätzen. Dann stellt sich aber oft die Frage, was macht man mit den eingesammelten Schnecken? Ich kenne eine Gärtnerin, die sie in einer Plastiktüte sammelt und sie dann zu Hause in die Biotonne entlässt. Eine andere bringt sie zum Wald. Das ist vielleicht tierfreundlich, aber absolut kontraproduktiv. Denn unser Ziel ist, dass wir weniger Schnecken haben und nicht mehr, oder?

Dann gibt es die Indischen Laufenten. Sie haben immer einen großen Appetit auf Nacktschnecken. Leider ist das nur für wenige Hobbygärtner eine echte Alternative, denn in den meisten Schrebergärten ist Tierhaltung verboten, und vor allem: die Enten brauchen eine ganzjährige Pflege. Nur alleine von Schecken können sie nicht überleben.

Man kann seinen Frust über die abgefressenen Pflanzen dahingehend minimieren, indem man Blumen und Gemüse anbaut, die den Schnecken gar nicht schmecken. Bei den Blumen sind dies Fetthenne, Frauenmantel, Lavendel, Storchschnabel, Thymian, Tränendes Herz, Sommerastern, Bartfaden, Kapuzinerkresse, Nachtkerze, Pfingstrose, Ziergräser, Rosen, Graslilie, Christrose, Schmuckkörbchen, Akelei, Astilbe, Bartnelke, Geranien, Hortensien, Eisenhut, Katzenminze, Wicke, Zitronenmelisse, Begonien, Immergrün, Nelken, Steinbrech, Farnarten, Löwenmäulchen, Eisenkraut (Verbene), Ehrenpreis (Veronica), Felberich, Pfennigkraut, Geißbart, Goldbeere, Goldrute, Hauswurz, Johanniskraut, Phlox, Spornblume, Geranie, Zierlauch, Knöterich, Salbei, Stockrosen, Japanische Anemone, uvm.. Genug Auswahl um einen Garten schön zu gestalten.

Bei den Gemüsearten ist es nicht mehr so ganz einfach, teilweise wird immer etwas abgefressen, aber es lässt sich verkraften. Manche Gemüsearten fressen die Nacktschnecken nur, wenn es nichts anderes gibt:, z.B. Gurken, Zucchini, Paprika, Karotten, Lauch, Sellerie, Petersilie, Zwiebeln, Bohnen, Dill, dunkle Salatarten oder Spinat.

Wenn wir die Nacktschnecken schon nicht ganz aus dem Garten verbannen können, versuchen wir eben, ihnen das Leben so schwer wie möglich zu machen. Ich streue zwischen die Pflanzen zerbröselte Eierschalen und Kaffeesatz, lege Bretter zwischen die Gemüsebeete aus, damit die Schnecken sich dort verstecken wo ich sie schneller finde. Und ich versuche meinen Garten möglichst Igel- und Krötenfreundlich zu gestalten.

Ich habe schon so viel ausprobiert, sehr erfolgreich war ich dabei nicht. Die Nacktschnecken waren meistens schneller. Aber ich nehme es sportlich und erreiche doch so viel, dass die Biester nicht alles wegputzen. Etwas bleibt immer für mich übrig.

*****
Gosia Ackermann pflegt nicht nur mit viel Liebe und Hingabe ihren kleinen Garten, sondern auch eine eigene Webseite

1 Kommentar zu “Oh Schreck, ein Schneck!

  1. Toll, vor allem die Liste mit Pflazen, die Ncktschnecken nicht mögen, werde ich bei zukünftiger Gartengestaltung im Hinerkopf haben! Die Mistviecher sind völlig schmerzfrei, die gehen sogar auf unseren Kakteen im Garten spazieren und fressen Jungtriebe und Knospen ab :o(

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