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Neujahrsspaziergang zwischen Palmen und Kakteen

In den letzten Jahren hat der kleine Horrorgarten von November bis Februar laut über das fiese Winterwetter gemault. Weder Tageslichtlampe noch Hängematte im Wohnzimmer konnten etwas an seiner schlechten Winterlaune ändern. Das schaffen nur blauer Himmel, Sonnenschein und Temperaturen ab 20° Celsius.

Ich bin einfach furchtbar ungern drinnen, aber deshalb noch lange nicht gerne bei jedem Wetter draußen. Für meinen Traum – die kalte Jahreshälfte im warmen Süden zu verbringen – fehlt mir noch das passende Einkommen. Aber für einen Kurztrip von Weihnachten bis Silvester hat es in diesem Jahr gereicht.

Und so kommt’s, dass ich am Jahresanfang weder zwischen verschneiten Tannen noch auf matschigen Waldwegen wandern musste. Stattdessen gab es Sonne, Palmen und Kakteen satt. Kommt mit auf einen Spaziergang durch den Jardin Majorelle in Marrakesch:

Jardin Majorelle

Seit 1949 ist der Jardin Majorelle der Öffentlichkeit zugänglich.

Gartenanlage Jaques Majorelle

Angelegt wurde er von dem heute in Vergessenheit geratenen französischen Künstler Jaques Majorelle.

Majorelle-Blau

Eine spezielle Abstufung des Kobaltblaus, die er im Garten sehr oft verwendete, nennt man nach ihm Majorelle-Blau.

Kobaltblau im Jardin Majorelle

Ein größerer Farbkontrast zu den vielen Grüntönen ist kaum denkbar.

Jardin Majorelle

In dem kunstvoll angelegten Garten sind über 300 verschiedene Pflanzen vertreten.

Jardin Majorelle

Zwanzig Gärtner und Angestellte kümmern sich täglich um den Garten und die Bassins.

Jardin Majorelle

Nach dem Tod von Jaques Majorelle verwilderte der Garten zusehends, bis er 1980 von Ives Saint Laurent und seinem Lebenspartner Pierre Bergé aufgekauft und wiederhergestellt wurde.

Jardin Majorelle

Im Jahr 2000 erhielt der Garten eine automatische Bewässerungsanlage, die seitdem für noch üppigeres Grün sorgt.

Jardin Majorelle

Mir haben es vor allen Dingen die zahlreichen Kakteenarten angetan. Dabei stehe ich sonst gar nicht so auf die stacheligen Gesellen.

Jardin Majorelle

Aber so im milden Sonnenlicht sind sie ganz einfach bezaubernd.

Jardin Majorelle

Sehen richtig kuschelig aus. Anfassen trotzdem nicht empfehlenswert.

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Anja 

Blumen, Kohl und Rock’n’Roll – unter dem Motto wächst im kleinen Horrorgarten eine wilde Mischung aus Essbarem und Schönen heran. Nicht immer behält die Gärtnerin die Oberhand: der Salat wird von Schnecken gefressen, die Möhren bekommen Besuch von der Möhrenfliege und der Phlox trägt einen weißen Pelz, statt rosaroter Blüten. Wie wir es schaffen dabei trotzdem jede Menge Spaß zu haben, könnt ihr gerne unter http://der-kleine-horrorgarten.blogspot.de/ verfolgen.

 

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