himbeerrose1

Es ist wieder soweit!

Im letzten Jahr bin ich in einen wahren Tomatenrausch gefallen, der die Leidensfähigkeit der Restfamilie nahe an ihre Grenze gebracht hat:

  • der Mann musste seine Anlage samt CD-Sammlung vom zwei Meter langen Sideboard abräumen – 200 Teenietomaten brauchen halt ein bisschen Platz
  • die Fenster im Wohnzimmer konnten zwischen Februar und April nicht geöffnet werden
  • unser Abendessen nahmen wir im kaltblauen OP-Licht der Pflanzenlampen ein
  • beim Umzug in den Garten musste sogar das Kind (lautstark über Kinderarbeit schimpfend) mit anpacken
  • sogar mein Lieblingspostbote war empört – nachdem er zehn 20 kg Growbags mit Tomatenerde bei mir abliefern durfte

Für dieses Jahr musste ich daher Besserung geloben. Keine neuen Samen kaufen oder tauschen! Nur die Besten dürfen wieder ausgesät werden! Maximal fünf verschiedene Sorten!

Was für eine Aufgabe…

Fast hätte ich vor lauter Grübeln einen zeitigen Aussaattermin verpasst. Aber nur fast!

Nach ausführlichem Studium von Mondkalender und Erfahrungsberichten habe ich Sonntag den 24 Februar als optimalen Zeitpunkt für die Aussaat auserkoren.

Das Pflanzenlicht ist installiert, die Aussaaterde fertig gemischt und die ersten Töpfchen sind mit der Erdpresse gepresst. Ein Teil wird auch in Kokosquelltöpfe gesät (eine Sorte sogar in beides, weil ich gerne wüsste welches Substrat besser geeignet ist). Die Samen werden einen Tag vor der Aussaat 15 Minuten in Regenwasser mit 2 Tropfen Baldrianblüteextrakt gebadet. Das soll ihre Abwehrkräfte stärken. Die Aussaaterde und die Quelltöpfe bekommen eine kräftige Dusche mit verdünntem Schachtelhalmextrakt. Damit besprühe ich auch später die Keimlinge und die großen Tomatenpflanzen regelmäßig – zur Vorbeugung gegen die gefürchtete Braunfäule und andere Pilzerkrankungen.

 Pro Sorte säe ich jeweils fünf Samen aus. Davon keimen in der Regel dann mindestens vier Stück, meist sogar alle fünf. Ich versenke sie einen halben Zentimeter tief, drücke die Erde darüber gut an und decke die Anzuchtschalen bis zur Keimung mit Plastikfolie ab. Auf der warmen Heizung dauert es oft nur wenige Tage bis sich die ersten Pflänzchen blicken lassen. Dann ziehen sie sofort an ein etwas kühleres Plätzchen und unter die Pflanzenlampe um. Ein richtig helles Südfenster würde es auch tun. Aber Erdgeschoßwohnung und hell ist in der Kombination in der Stadt eher selten…

Wer jetzt wissen will, welche der 25 Kandidaten es denn in die Endauswahl geschafft haben, der muss schon den kleinen Horrorgarten (http://der-kleine-horrorgarten.blogspot.de/2013/02/die-top-five-tomatenliste.html) besuchen. Dort werden die Sieger mit einem ausführlichen Profil und entsprechenden Starfotos vorgestellt. Und wer danach meint ich könne nicht bis fünf zählen, den muss ich doch sehr bitten Äpfel nicht mit Birnen und rote nicht mit gelben, grünen oder gestreiften Tomaten zu vergleichen 😉

*****
Blumen, Kohl und Rock’n’Roll – unter dem Motto wächst im kleinen Horrorgarten eine wilde Mischung aus Essbarem und Schönen heran. Nicht immer behält die Gärtnerin die Oberhand: der Salat wird von Schnecken gefressen, die Möhren bekommen Besuch von der Möhrenfliege und der Phlox trägt einen weißen Pelz, statt rosaroter Blüten. Wie wir es schaffen dabei trotzdem jede Menge Spaß zu haben, könnt ihr gerne unter http://der-kleine-horrorgarten.blogspot.de/ verfolgen.

 

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