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China-/Indien-Reise Teil I

Hi Liebe Leser,

André (Einkäufer bei Romberg) und ich sind wieder zurück von unserer China/Indien-Reise von der ich euch heute berichten möchte:

Zum ersten Mal hat jemand von Romberg überhaupt das spannende Land China bereist, obwohl wir mittlerweile doch schon 5 – 6 Jahre Ware von dort beziehen. Da das allerdings bisher nur in geringem Umfang geschah, kamen wir noch nicht auf die Idee uns mal persönlich umzuschauen. Nun wollen wir ggf. die Beziehungen ausbauen und wollten uns selbst mal ein Bild vor Ort zu machen.

Zunächst haben wir nur einen Produzenten für Garten-Vlies (auch als Nonwoven bezeichnet) besucht, der uns bereits seine Produktqualitäten mit Probelieferungen unter Beweis gestellt hatte. Im Wesentlichen ging es für uns darum die Fabrik zu besichtigen, neue Ideen für interessante Produkte zu finden und um ein nicht ganz unkritisches Thema – soziale Standards.

Insgesamt können wir sagen, dass die ganze Firma einen sehr guten Eindruck gemacht hat. Nicht nur technisch und organisatorisch, sondern auch der Umgang mit den Mitarbeitern scheint in Ordnung zu sein – dazu später mehr.

Wir haben uns alle Produktions- und Lager-Hallen sowie Maschinen ansehen können. So z.B. sieht eine Vlies-Maschine aus, in der aus dem Rohstoff Poly-Propylen (in Granulatform) das Vlies hergestellt wird.

Überzeugend war hier, dass in dieser Produktion kaum mehr als 1 bis 2 Leute an einer solchen Maschine arbeiteten. Das bedeutet, dass es dem Chef um einen möglichst hohen Automatisierungs-Grad geht und ist schon mal einer von mehreren Indikatoren für einen guten Umgang mit den Mitarbeitern. Denn er investiert lieber in einen Kran oder eine Hebevorrichtung zum Rollenwechsel an der Maschine, als einfach noch 4 Leute durch das Tragen der ca. 100 kg schweren Rolle zu „verheizen“. Auch wurden die Abschnitte vom Rand der Rolle nicht etwa irgendwo gesammelt und manuell weiterverarbeitet, sondern direkt vollautomatisch in die Maschine zurückgeführt – sehr effizient.

Lediglich der „Produktionsleitstand“ lies uns ein wenig schmunzeln: 😉

Das Thema „soziale Standards“ hatten wir bereits vorher angekündigt und der Inhaber der Firma war offenbar sofort Feuer und Flamme für die Idee, gemeinsam ein sogenanntes BSCI-Audit für seine Firma anzustrengen. Er hatte sich bereits vorher eingehend mit den Richtlinien auseinander gesetzt und sogar z.T.  schon vorbereitend Veränderungen in seiner Produktion vorgenommen. Lange Rede, kurzes Ergebnis: nicht mal 10 Tage später hatte das Audit bereits stattgefunden und siehe da: Bestanden! Nicht nur das dies der erste uns bekannte Betrieb ist, der das Audit gleich beim ersten Mal bestanden hat – es war auch noch nie jemand so schnell und so gut vorbereitet – alle Achtung!

Nichtsdestotrotz ist und bleibt das ein heikles Thema, denn die Welt ist ja bekanntlich nicht immer schwarz oder weis und so ist unser insistieren auf solch ein Audit sicherlich nicht bis in alle Ewigkeit ausreichend. Im Gegenteil: Ich sehe das eher nur als einen ersten, guten Schritt an. Was zukünftig aber noch getan werden muß, um die Vorstellungen von ethisch korrektem Handeln auf der einen und wirtschaftlichen Interessen auf der anderen Seite zusammen zu bringen, das werden wir sehen. Wenn es Euch interessiert, können wir in diesem Blog zukünftig gerne darüber diskutieren.

Nun zu Produkt-Ideen:

ich kann hier leider von laufenden Entwicklungen zunächst nur eingeschränkt berichten – bitte habt Verständnis dafür. Es würde mich aber interessieren, ob Ihr in Bezug auf Winterschutz-Hauben aus Vlies es für sinnvoll haltet, wenn die Hauben zukünftig in der Form der Pflanze „genäht“ wären? Also z.B. rund für eine kugelige Hochstammpflanze oder kegelförmig für eine Thuja. Rein für den Zweck des Frostschutzes ist so eine Formanpassung sicherlich kaum von Bedeutung – einfach nur ein Vliestuch um die Pflanze wickeln tut’s auch – aber vielleicht aus Deko-Gründen???

Ich bin generell nicht so der große Deko-Freund und natürlich ist mir auch klar, dass man eine Thuja nicht wegen des Frostschutzes einpacken muß – aber vielleicht findet Ihr so was ja interessant? Wir hätten jedenfalls jetzt die Möglichkeit, diese Dinge zu entwickeln.

Fazit:

Das war ein spannender Trip, der sicherlich für die Zukunft viele interessante neue Möglichkeiten eröffnen wird. Die Leistungsfähigkeit und das Selbstvertrauen unserer Partner (speziell in Bezug auf das BSCI-Audit) haben uns begeistert und überzeugt. In diesem Land ist auf jeden Fall so Einiges möglich…

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