Krokusse sind eine der ersten Pollen-Quellen - Foto © Malgorzata Ackermann

Bienenhaltung – Teil I

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Seit letztem Jahr bin ich Imkerin. Es hat lange gedauert bis ich anfangen konnte. Ich wusste nicht, wie ich anfangen soll, ich kannte keine Imker. Ich wusste auch nicht, ob ich in einer Kleingartenanlage Bienen halten darf.
Glücklicherweise habe ich über soziale Medien die richtigen Leute kennengelernt und so den Anfang gemacht.

Wie sich herausgestellt hat, sind Bienen in Kleingärten sehr willkommen. Sie erledigen die meiste Bestäubungsarbeit, was auch den anderen Gärtnern zugutekommt. Allerdings darf man die Bienen nicht „schwarz“ halten. Als Imker wird man zum Nutztierhalter, und als solcher muss man seinen Bienenstand beim Veterinäramt anmelden (kostenlos).
Sehr hilfreich ist eine Mitgliedschaft im örtlichen Imkerverein. Der Imker und seine Bienen sind hierüber versichert. Darüber hinaus bekommt man Hilfe von anderen Mitgliedern. Viele Imkervereine bieten auch Einsteigerkurse.

Ich habe beispielsweise keinen Kurs besucht. Ich habe bei einer erfahrenen Imkerin unter Anleitung mit den praktischen Aufgaben angefangen. Das theoretische Wissen dann auch aus Büchern und dem Internet aufgenommen. Dort habe ich auch andere Anfänger kennengelernt, die meistens mit denselben Problemen konfrontiert wurden wie ich. Wir tauschen uns aus, helfen einander und lernen zusammen.

Wie man das Imkern lernt, ist im Grunde egal, aber wenn man Erfolg haben will und ein guter Imker werden will, man braucht unbedingt Hilfe von den anderen.

Jetzt beginnt mein zweites Jahr als Imkerin. Ich habe zwei Völker und hoffe auf eine gute Honigernte. Ob es auch gut klappt, liegt zu einem Teil am Wetter. Ein warmer Frühling, in der Zeit der Apfel- und Kirschblüte, bringt viel Nektar und Pollen für die Bienen. Das brauchen sie um als Volk zu wachsen. Die Königin legt viele Eier, daraus schlüpfen neue Bienen und die bringen dann den Nektar, der zu Honig umgearbeitet wird. Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn für eine gute Ernte in diesem Jahr musste bereits im Vorjahr vorgearbeitet werden. Hat der Imker im Spätsommer und Herbst des Vorjahres Fehler gemacht, kann es passieren, dass die Bienen den Winter nicht überstehen. Über Spätsommer und Herbstarbeiten schreibe ich im Teil III.

Heute (am 11.03.) haben wir bei uns in Schleswig-Holstein ein sehr schönes Wetter, ca. 14 Grad im Schatten und etwas Sonne. Meine Bienen habe ich bereits an der Gartenpforte gehört, die sind heute das erste Mal ausgeflogen. Was für ein wildes Treiben, schaut mal hier: bienenflug!

Hat der Imker seine Bienen gut durch den Winter gebracht, brauchen sie dann als erstes frische Pollen, die als Futter für die Larven dienen. Die Larven werden von den Ammenbienen mit Pollen gefüttert. Sollte es im Bienenstock keine Pollenreserven geben, wird die Königin keine Eier legen.

Neben den Pollen brauchen die Bienen noch ganz viel Nektar. Ab April blühen die Apfelbäume und Kirschen, Raps usw. und es gibt viel Nahrung. Die Königin legt den höchsten Gang an und legt Eier. Es werden bis zu 2.000 pro Tag! Ab dann hat der Imker alle Hände voll zu tun.

Also liebe Hobbygärtner, pflanzt bitte viele leckere Pflanzen. So helft ihr den Bienen, aber auch vielen anderen Insekten. Es soll wieder ganz laut summen in den Gärten, oder?

Hier findet ihr eine Auflistung der Trachtpflanzen: https://de.wikibooks.org/wiki/Einf%C3%BChrung_in_die_Imkerei/_Trachtpflanzen

Ich hoffe, meine Bienen werden sich gut entwickeln und ich kann im Sommer viel Honig ernten. Den Verkauf möchte ich in Imker-Equipment investieren. Imkern ist kein billiges Hobby und durch den Honigverkauf wird man auch nicht reich. Dafür hat man was Gutes für die Umwelt getan, gesunden Honig und mehrere Tausend Haustiere!

Krokusse sind eine der ersten Pollen-Quellen - Foto © Malgorzata Ackermann

Krokusse sind eine der ersten Pollen-Quellen – Foto © Malgorzata Ackermann

 

Apfelblüte: Haupttracht im Frühjahr - - Foto © Pixabay

Apfelblüte: Haupttracht im Frühjahr

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