Holunder und Hagebuten, sehen sie nicht schön aus?

Ab durch die Hecke!

In den meisten Fällen wird eine Hecke gepflanzt, um den Menschen Sichtschutz vor neugierigen Nachbarn und Passanten zu gewähren, oder sie wird als Windschutz gebraucht. Wer in der Stadt wohnt, kann sich mit einer Hecke den Lärm und Staub von der Straße reduzieren. Hierfür braucht man meist eine hohe und dichte Hecke. Es gibt jede Menge Sträucher, die sich dafür eignen. Wenn wir aber eine Hecke wollen, die auch für die tierischen Gartenbewohner einen Nutzen hat, dann wird die Auswahl deutlich eingeschränkt.

Natürlich kommt es darauf an, ob eine formale Hecke gewünscht wird, oder vielleicht eine freiwachsende Hecke aus verschiedenen bunten Sträuchern?

Wer einen strukturierten Garten hat, wird sich wahrscheinlich für eine Buchsbaum- oder Thuja-Hecke entscheiden. Die meisten Buchsbaumsorten wachsen allgemein sehr langsam, deshalb sind diese als dekoratives Element besser geeignet als für den Sichtschutz. Wer schnell einen Sichtschutz benötigt, muss entweder deutlich tiefer in die Tasche greifen oder nimmt z.B. die Thuja (Lebensbaum) mit einem Zuwachs von 40-60 cm pro Jahr oder Zypressen bis 80 cm Zuwachs pro Jahr. Wenn sie die gewünschte Höhe erreicht haben, müssen sie geschnitten werden. Hier sollte man aber dringend die Brutzeiten beachten. Ein weiteres Problem ist oft, wohin mit dem Schnittabfall. Für die Grüne Tonne ist es oft zu viel. Ich werfe es immer in die Ecken im Garten, die nicht betreten werden. Es dient als Winterversteck für die Tiere. Im Herbst mit Laub bedeckt, bietet es eine sehr gute Möglichkeit für Tiere zu überwintern. Solch hohe Hecken darf man nur vom Herbst bis Ende Winter schneiden. Ab dem 15. März und bis Ende September sollte man keine Hecken schneiden. Bei freiwachsenden Sträuchern gibt es dieses Problem nicht, diese schneidet man nur selten.

Koniferenhecke

Koniferenhecke – schön aber aufwendig.

Ich habe auch eine Thuja-Hecke in meinem Garten, obwohl ich mehr für eine wilde, durcheinander verwachsene Hecke wäre. Ein Sichtschutz war damals dringend benötigt. Seit dem musste ich sie mehrmals stark einkürzen, sie wächst wie nichts Gutes und entgegen vielen Meinungen wird sie im Frühling und Sommer von unzähligen Vögeln angeflogen, die darin ihre Nester bauen. Wer lieber eine Laubhecke mag, könnte eine Hecke aus Hainbuche, Schwarzen Holunder oder Liguster nehmen. Die wachsen aber etwas langsamer, bis 50 cm im Jahr.

Aber die schönsten Hecken sind die bunt gemischten Hecken. Die bieten nicht nur Versteckmöglichkeiten und Plätze zum Brüten an, sondern sind auch eine Futterquelle, besonders im Winter. Durch wechselnde Farben sieht so eine Hecke zu jeder Jahreszeit anders aus. Meistens brauchen sie auch deutlich weniger Pflege, aber bedeutend mehr Platz. Solche Hecken sind meistens deutlich breiter.

Mein Traum von einer Hecke würde aus Vogelbeere, Schlehe, Fingerstrauch, Feuerdorn, Wildrose und ein paar anderen einheimischen Sträuchern bestehen.

So eine Hecke bunte Hecke

Diese Hecke ist nicht mehr so ganz brav, dafür schön bunt.

In meinem Garten habe ich auch eine Haselhecke. Was ist das für ein Anblick, wenn sich im Herbst die Eichhörnchen um die Nüsse prügeln ;-).
Ein Stück weiter habe ich einen Rhododendron. An dem Strauch ist manchmal ein Flugverkehr wie am Flughafen (das Futterhaus steht in der Nähe). In einer anderen Ecke wächst der Fingerstrauch. Im Sommer wimmelt es dort nur so von Insekten.

Holunder und Hagebuten, sehen sie nicht schön aus?

Holunder und Hagebutten, sehen sie nicht schön aus?

Vogelbeere

Vogelbeere, auch im Winter sehr dekorativ.

Immer wieder sehe ich Hecken aus Bambus. Die sind zwar sehr schön, aber haben auch einen sehr gewichtigen Nachteil. Viele Bambussorten sind sehr invasiv und dürfen nicht ohne Wurzelsperre gepflanzt werden. Sonst kann es passieren, dass innerhalb weniger Jahre der ganze Garten aus Bambus besteht und das will sicher keiner! Heimische Sträucher sind hierfür die Besten. Darüber freut sich dann auch das eine oder andere Tier im Garten :-).

 

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